Food

Singapore Food Diary – das muss man gegessen haben!

 

Singapur ist eine Foodie-Stadt.

 

An jeder Ecke gibt es hervorragendes Essen, die Auswahl ist überwältigend! Nur noch wenige Singapurer haben tatsächlich eine Küche in der Wohnung, da die Mietkosten extrem hoch sind und das Essen in den Foodstalls so günstig. Deshalb essen die meisten nur in Restaurants und auf der Straße. Das hat zur Folge, dass die Qualität der Speisen im Großen und Ganzen sehr gut ist und das Essen frisch zubereitet wird. Durch die vielen Bevölkerungsgruppen Singapurs sind unzählige Küchen in der Kultur des Landes vertreten: Indisch, Chinesisch, Koreanisch, Japanisch, Malaiisch und alles, was das Herz begehrt. 

 

Ein Standardgericht „auf der Straße“ (Reis mit Fleisch und Gemüse) kostet zwischen 3-6 SGD / 2-4 EUR. Man kann Singapur also auch sehr günstig erleben!

 

Ich habe eine gebürtige Singapurerin nach Tipps gefragt, was ich mir unbedingt in Singapur ansehen soll und sie hat mir stattdessen eine ellenlange Liste mit „Must Eat Dishes“ geschickt 😀

 

Singapore Food Diary

 

Das sind die 5 Gerichte, die man in Singapur gegessen haben muss:

 

 

KAYA TOAST – DAS SINGAPURER NATIONALFRÜHSTÜCK

 

Als mir mein Freund zum ersten Mal von Kaya Toast erzählt hat, dachte ich, er spinnt a bissal 😀 Kaya Toast – das ist ein Standardtoast mit Butter und Kaya Paste (ist grün und schmeckt süß, nach Kokos und Vanille) und zwei halb gekochten Eiern.

Die noch fast flüssigen Eier schlägt man in einer kleinen Schüssel auf und würzt sie nach Belieben mit weißem Pfeffer und Soyasauce (muss man aber nicht). Den Toast tunkt man dann in die Eier und dazu gibt es Kopi, aka Kaffee.

Für die Kaffeebestellung gibt es ein eigenes Vokabular! Kopi O Kosong bedeutet zum Beispiel Kaffee ohne Milch und Zucker. Da ich nicht wusste, was Kaffee mit Milch ohne Zucker heißt, habe ich die ganze Zeit nur schwarzen Kaffee getrunken 😀 Da muss man erstmal durchsteigen!

Der Kaya Toast mit Ei schmeckt erstaunlich lecker und kommt man erstmal mit der Konsistenz des Eis klar (WORTWITZ), hat man ein einheimisches Frühstück für nicht einmal 2 SGD!

 

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DUMPLINGS BEI DIN TAI FUNG

 

Eigentlich möchte ich keine Ketten empfehlen, aber ein Besuch bei Din Tai Fung ist für uns ein Muss! Zwar gibt es in dem taiwanischen Restaurant auch Klassiker wie Nudeln und Suppen, aber das Highlight sind ganz klar die Dumplings (kleine, gedämpfte Maultaschen mit Suppe) und Baos (gedämpfte Brötchen mit Füllung).

Der Bestellprozess läuft etwas anders ab, als wir es in Deutschland gewöhnt sind:

  • Man kommt zum Empfang und kriegt erstmal die Speisekarte, ein Klemmbrett und einen Stift in die Hand gedrückt.
  • Anschließend sucht man sich aus der Karte (VÖLLIGE Überforderung!) aus, welche Gerichte man denn gerne essen möchte, verzeichnet sie auf der Karte und gibt sie der Empfangsdame, wenn man an den Tisch geführt wird. Während man wartet, kann man den Köchen beim Dumplingbasteln zuschauen.
  • Die Quittung wird dann von Anfang an auf den Tisch gelegt und nach und nach werden die ausgewählten Speisen angeliefert und auf der Quittung abgehakt.
  • Sobald man mit dem Essen fertig ist (und vermutlich proppenvoll) geht man zur Kasse und zahlt. (Trinkgeld gibt es in Singapur nicht, aber die meisten Restaurants schlagen automatisch ein Service Charge drauf)

 

Auf dem Tisch von gehobeneren Restaurants stehen oft Ingwer, Chiliöl und Soyasauce bereit, die man sich in einem kleinen Schälchen zusammenmischen kann.

 

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DAS ERSTE MICHELIN STERN PRÄMIERTE STREETFOOD

 

Soya Sauce Chicken Rice gibt es in Singapur an jeder Ecke, aber nur Hawker Chan wurde dafür mit einem Michelin Stern ausgezeichnet! Natürlich musste ich das Gericht als alter Foodie ausprobieren und bin dafür nach China Town gedüst.

Ich hatte Glück und musste nur 20 Minuten auf mein Essen warten (ich las von stundenlanger Wartezeit O_O). Die Portion Soja Hühnchen mit Schweinefleisch, Reis, Erdnüssen und Gemüse, die ihr unten seht, hat gerade mal 11 SGD gekostet. Dafür bekommt man in anderen Michelin Restaurants nicht mal einen Appetizer!

Das Ambiente ist laut und dreckig und das Essen köstlich. Das Fleisch ist extrem zart und saftig und ich habe mich schwer in die leicht säuerlich-süße Chilisauce verliebt!

 

Man bekommt aber überall gutes Soja Hühnchen in Singapur, aber wenn ihr sowieso in China Town unterwegs seid, schaut bei Hawker Chan vorbei!

 

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DURIAN – DIE STINKFRUCHT

 

Durian ist berühmt und berüchtigt. Entweder liebt man sie, oder es wird einem schlecht! Wir haben die teure Frucht in einem kleinen einheimischen Fruchtmarkt gekauft und haben 15 SGD bezahlt. Das ist vergleichsweise günstig, in Touristengebieten kostet sie je nach Qualität auch gerne mal 40 SGD!

Die Frucht stinkt absolut penetrant und darf nicht in öffentlichen Verkehrsmitteln transportiert, geschweige denn gegessen werden! Ich empfehle euch dringend, sie an einem abgelegenen Ort in der Öffentlichkeit (nicht in geschlossenen Räumen) zu kosten. Auch kann es sein, dass ihr den Geruch noch tagelang an den Fingern mit euch herumtragt.

 

Wie schmeckt sie denn nun?

Ganz seltsam, aber gut! Die Konsistenz ist geschmeidig, reichhaltig und cremig und mein erster Gedanke war Käse mit Frucht. Man muss sie einfach probiert haben, um sich selbst eine Meinung zu bilden!

 

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Der exakte Moment, als ich zum ersten Mal eine Durian probiert habe:


 

LAKSA – SCHARFE KOKOSSUPPE

 

Als alter Suppenkasper konnten mich auch die 35 Grad Hitze nicht vom Suppengenuss abhalten. Laksa ist eine scharfe Nudelsuppe auf Kokosmilchbasis. Singapurer essen oft nur die Einlagen der Suppe und löffeln die Suppe selbst aber nicht aus. Sie sehen die Suppe praktisch als eine Art Sauce!

Aber nicht mit mir 😀 Meine Laksa war so köstlich, dass ich sie bis zum letzten Tropfen ausgelöffelt habe.

Wenn ihr nicht gerne scharf esst, braucht ihr in Singapur keine Angst haben. Wir „Wessies“ bekommen meistens die Light-Variante oder werden mehrmals gefragt, ob wir denn WIRKLICH das scharfe Rindfleisch haben möchten. Ich mag es gern ein wenig scharf, aber auch nicht-scharf-Esser finden überall ein geeignetes Gericht!

 

Tipp: 328 Katong Laksa im Holland Village!

 

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CHILI CRAB – SCHLEMMEN MIT ARBEIT

 

Chili Crab ist DAS Standardessen, das einem für einen Singapurbesuch empfohlen wird. Teilweise kann man sich die noch lebende Krabbe aussuchen, die dann in einer dicken, süßen Chilisauce im Ganzen serviert wird. Dazu gibt es einen Schalenknacker und Beilagen. Die Chili Crab ist mehr ein Erlebnis, als eine schnöde Mahlzeit!

Eine Krabbe kostet etwa 50 SGD und Beilagen nochmal extra. Wir haben uns eine Krabbe mit den beiden Buddies meines Freundes geteilt, dazu gab es Knoblauch-Spinat (O_O), Frühlingsrollen, Baos und Shrimps mit Panade. Passt aber auf, dass ihr euch nicht beim Knacken der Schale verletzt, bei uns am Tisch gab es Blut!

 

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AUßERDEM KULINARISCH GEBOTEN:

 

FAST FOOD

Mein Eindruck war, dass viele Singapurer extrem heiß auf westliches Fast Food sind. Subway, McDonald’s und KFC sind an vielen Ecken vertreten und immer gut besucht! Klar findet man dort auch den klassischen Cheeseburger, aber es gibt auch exotische, asiatische Kreationen:

 

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SELTSAME SACHEN

 

Singapur ist der ideale Ort, um Neues auszuprobieren. Die Stadt ist modern und sauber und ihr könnt alles essen, was Restaurants anbieten.

Also zu 99 % keine Durchfallgefahr!

Wir hatten keine Ahnung, was das spitzige Zeug auf unserem Teller ist, aber es war das Beste, was ich in meinen 7 Tagen Singapur gegessen habe! Traut euch einfach was und probiert Gerichte aus, die ihr daheim nie bekommen würdet.

(Wir hatten irgendeine Innereienwand vermutet, habt ihr eine Idee?)

 

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HOT POT

 

Wie Chili Crab auch mehr ein Erlebnis, als ein Standardessen. Wenn ihr Zeit habt und euch etwas gönnen möchtet, geht zum Hot Pot essen. Das Prinzip ist wie bei Fondue, nur dass die Zutaten in Suppe gekocht werden. Ein geschicktes Stäbchenhändchen ist hier von Vorteil! Wir haben zur scharfen Suppenbasis Fish Balls, Gemüse und Pilze bestellt. Je mehr Zutaten man in der Suppe kocht, desto intensiver und köstlicher wird sie!

Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und so kann man einige Stunden mit Essen füllen (gibt Schlimmeres 😉 ).

 

Tipp: Hai Di Lao Hot Pot (es gibt mehrere Filialen in Singapur)

 

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Und nun habe ich Hunger!

Wart ihr schon mal in Singapur und habt euch durch die Stadt geschlemmt?

 

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18 Comments

  • Reply
    Sonja
    16. April 2017 at 22:35

    Das ist ein ganz toller Beitrag! 🙂
    Auf Reisen ist das neue Essen auch immer mein Highlight. In Singapur war ich noch nicht, aber deine Erzählungen und deine Insta Stories damals machen echt Lust darauf 🙂
    LG

  • Reply
    Wochenrückblick 14/2017 – Der Frühling ist da! - AmandoBlogs.comAmandoBlogs.com
    9. April 2017 at 12:08

    […] hat sich durch Singapur gefuttert und teilt die exotischen Eindrücke mit […]

  • Reply
    Wochenrückblick 14/2017 – Der Frühling ist da!
    9. April 2017 at 10:00

    […] hat sich durch Singapur gefuttert und teilt die exotischen Eindrücke mit […]

  • Reply
    Beauty Mango
    4. April 2017 at 12:57

    Ein toller Beitrag! Mit der Durian kannst du mich ja echt jagen, wobei ich sie immer wieder probiere, wenn ich die Gelegenheit dazu haben. Ich finde aber, dass sie genauso schmeckt wie sie riecht. Nach Käse mit Zwiebeln. Oder Döner? xD Ich mag sie einfach nicht und ich mag auch keine Süßigkeiten etc damit.

    • Reply
      Carina
      6. April 2017 at 12:47

      Hmmm Döner 😀 ich freue mich schon auf das tolle Obst in Thailand!!

  • Reply
    Johanna
    3. April 2017 at 20:48

    Das Gericht unter „Seltsame Sachen“ sieht aus wie Lamm-Magen, habe ich in China auch gegessen und fand es überhaupt nicht schlimm. In Deutschland hätte ich das wohl nicht probiert, aber auf Reisen bin ich immer mutiger 🙂

    • Reply
      Carina
      4. April 2017 at 15:03

      Es ist tatsächlich irgendein Magen! Hat unglaublich gut geschmeckt!

  • Reply
    Dani
    2. April 2017 at 16:47

    Ich gestehe, dass einiges davon sehr gewöhnungsbedürftig aussieht. Dir scheints ja geschmeckt zu haben 🙂 Interessant auf jeden Fall zu sehen.

  • Reply
    Martina
    2. April 2017 at 12:14

    Grüße aus Singapur! Danke für die Tipps heute waren wir schon bei Hawker Chan Lg martina

    • Reply
      Carina
      2. April 2017 at 22:12

      GEIL! Und wie fandet ihr’s?

  • Reply
    Jana
    2. April 2017 at 10:06

    Wow, für mich als Foodie echt eine Fundgrube an interessanten Ideen. Ich muss da unbedingt mal hin. Vor allem Dein Durian-Erlebnis fand ich spannend. Ich hab sie selbst noch nie probiert, bin aber total gespannt drauf. Eine Freundin erzählte mir, sie hätte sie schlecht vertragen weil sie so fettig ist. Wie war das bei Dir? Auf jeden Fall ein echt spannender Post. Danke dafür!

    • Reply
      Carina
      2. April 2017 at 22:21

      Danke erst einmal liebe Jana, freut mich, dass du hier Ideen findest!
      Durian ist definitiv sehr gehaltvoll, ich war nach 3 Stück „bedient“ 😀

  • Reply
    Moni
    1. April 2017 at 20:02

    Danke für den schönen Artikel!

    Nun hast du mich noch neugieriger gemacht als ich schon war und momentan gibt’s keine Möglichkeit, dahin zu fahren
    Aber nun kann ich mir alles ein wenig besser vorstellen, auch wenn mejn Mann mir öfter Geschichten von Mampfereien von seiner Zeit damals in Singapur erzählt… nun knurrt mir der Magen.

    Liebe Grüße!

  • Reply
    Lila
    31. März 2017 at 21:18

    Ich muss ehrlich gestehen dass ich gerade mal die Hälfte deiner Liste ausprobiert hätte. Als totaler Bao Zi und Gyoza Fan wäre ich bei dieser Karte eindeutig eingegangen. Und auch das MacDonalds Angebot find ich mal interessant xD Ich trau mich nicht eine Durian zu essen, weil ich den Geruch kenne >.< Meeresfrüchte sind absolut nicht meins, genauso auch keine glitschigen Konsistenzen..

  • Reply
    Viki
    31. März 2017 at 20:47

    Toller Beitrag! Ich liebe reisen und asiatisches Essen, in Singapur war ich zwar noch nicht, aber falls ich irgendwann die Möglichkeit habe, dorthin zu reisen, behalte ich deinen Beitrag auf jedenfall im Hinterkopf 😀

    Oh und das Gesicht, dass du beim Beißen in die Durian machst ist zu gut. Da meine Eltern aus Vietnam sind, hatte ich Durian auch schon öfters in verschiedenen Varianten probieren können, aber bisher hat mir noch keine wirklich gut geschmeckt ^^ Aber die Konsistenz ist wirklich interessant 😀

    • Reply
      Carina
      1. April 2017 at 21:26

      Vielleicht hatte ich mit unserer Durian auch einfach Glück 😉

  • Reply
    Maddie
    31. März 2017 at 20:31

    Oh! Was für ein toller Beitrag!
    Ich war vor ein paar Monaten auch in Singapur und mein Freund hat mich auch zu din tai fung mitgenommen. Total lecker auch wenn man sehr aufpassen muss dass man den Mund nicht verbrennt.

    Die stinkfrucht kenne ich von Kollegen. Die hatten Bonbons davon. Obwohl ich sie selbst nicht gegessen habe, muss ich sagen dass der Gestank furchtbar war. Ich hab gedacht irgendwas stimmt mit der Kanalisation / Abwasser. Irgendwann wars mir so schlecht dass ich heimgehen musste…

    • Reply
      Carina
      1. April 2017 at 21:35

      Wobei die Durian Süßigkeiten ganz anders schmecken, als die echte Frucht! Aber ja, die stinkt auch 😀

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