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Ein Pummel wird fit: Kalorienzählen – Fluch oder Segen?

 

Über ein Jahr lang gehörte Kalorienzählen zu meinem Alltag. Ganz bewusst habe ich aber bisher noch nichts darüber geschrieben. Warum? Weil es für mich ein unglaublich schwieriges Thema ist.

Zuerst vorweg: Ja, um abzunehmen muss man weniger Kalorien zu sich nehmen, als man verbraucht. Man errechnet anhand von Größe, Gewicht und Aktivitätslevel seinen Grundumsatz und versucht dann, mit den täglichen Kalorien unter dieser magischen Grenze zu bleiben. Sei es durch weniger Essen, oder durch Sport als Ausgleich der Kalorienbilanz.

 

Kalorienzählen

 

Abnehmen ganz einfach auf Zahlen herunter gebrochen. Auch Weight Watchers bedient sich an diesem System, nur mit Punkten anstatt Kalorien.

 

Als ich mit dem Kalorienzählen angefangen habe, habe ich wahnsinnig viel über mein Essen gelernt. Ich benutzte die App MyFitnessPal und habe jede Mahlzeit eingegeben, um zu sehen, wie viele Kalorien sie hat. So konnte ich sehen, was ich essen darf, um unter meinem 1600 kcal Umsatz zu bleiben. Teilweise war ich geschockt, wie viele Kalorien in meinen bis dahin üblichen Speisen steckten! Zwei Scheiben Brot mit Butter und 2 Scheiben Käse für knapp 550 kcal?! Ich war schockiert! Stück für Stück habe ich gelernt, wie viel Gehalt und Makronährstoffe (Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett) meine täglichen Mahlzeiten hatten.

 

Nach wie vor finde ich diesen Prozess, sich mit seinen Lebensmitteln auseinanderzusetzen, wahnsinnig wichtig und aufschlussreich, um Portionsgrößen besser einschätzen zu können!

 

Nun kommt das große ABER …

 

… ich konnte mit dem Kalorienzählen nicht mehr aufhören.

 

Ich war wie besessen davon, jede.einzelne.Mahlzeit. in meine App einzugeben. Ich plante teilweise ganze Tage nach Kalorien vor und verbrachte bis zu einer Stunde am Tag in MyFitnessPal, um an meinen Makros herum zu schrauben. Auswärts essen machte mir kaum noch Spaß, weil ich keine Küchenwaage bei mir hatte, um alle Zutaten genau abzumessen, um sie dann in meine App einzugeben.

Ich wollte absolute, akribische Kontrolle über meine Ernährung. Ein Tag war gut, wenn ich unter den 1600 kcal blieb. Gleichzeitig habe ich aber auch 4-5 Mal die Woche Sport gemacht, war aber meistens viel zu schlapp, weil mir Energie fehlte. Ich hatte keinen Bezug mehr zu meinem Hungergefühl, sondern aß nur nach Zahlen in meiner App.

 

Kalorienzählen

 

Irgendwann wurde mir bewusst, dass mein Verhalten nicht gesund ist und ich wieder lernen muss, auf meinen Körper zu hören. Denn abgenommen habe ich mit dem Kalorienzählen kaum. Ich hatte damals schon die -30 kg erreicht, und mein Gewicht pendelte sich auf 65 kg ein. Ich hatte nur konstanten Druck, unter der 1600 kcal Marke zu bleiben.

 

Die Ursachen:

  • Die Kalorien- und vor allem die Makronährstoffangaben in der App sind nicht immer genau. Meistens zeigt die App zu wenig Kalorien bei den einzelnen Lebensmitteln an!
  • Um unter der magischen Zahl zu bleiben, habe ich mich irgendwann selbst beschummelt und weniger eingegeben, bis die Zahlen stimmten.

 

Ich habe ein Jahr lang mit einer App gekämpft, jeden Tag meine Laune von einer Zahl abhängig gemacht. Nach mehreren gescheiterten Versuchen habe ich es nun endlich geschafft, mich vom Kalorienzählen zu lösen. Seit 2 Monaten dokumentiere ich meine Mahlzeiten nicht mehr in der App, sondern lerne, wieder auf mein Hungergefühl zu hören. Trotzdem habe ich noch Angst, ohne die App wieder in meine alten Muster zu verfallen, und meine mühsam erkämpfte Figur wieder zu „ruinieren“.

 

Das Absurde an der ganzen Sache: Ich esse nun 300-400 Kalorien mehr am Tag, als noch beim Kalorienzählen und mein Gewicht hat sich nicht verändert. Zu diesem seltsamen Phänomen wird es aber noch einen extra Post geben!

 

Ich weiß sehr genau, wie große eine Portion von Lebensmittel X sein muss, um auf eine durchschnittliche Kalorienzahl für meine Mahlzeit zu kommen (400-600 kcal, 3 x am Tag + 1 x Nachspeise). Ich habe durch das Kalorienzählen wahnsinnig viel über Ernährung gelernt und welche Lebensmittel ich im Alltag vermeiden möchte. Nach wie vor gebe ich manche Mahlzeiten in die App ein, um besser einschätzen zu können, wie groß ich meine Portionen machen kann. Zum Glück aber nur noch sehr selten.

 

Aber bitte, passt auf euch auf. Ich habe zum Glück noch frühzeitig erkannt, dass mein akribisches Verhalten langsam gefährlich wurde. Wenn ihr irgendwann nicht mehr aufhören könnt, jede Mahlzeit in euer Handy einzugeben und ihr den ganzen Tag damit verbringt, Mahlzeiten zu planen, dann sollten eure Alarmglocken läuten! Wie gesagt, solange ihr vernünftig mit dem Kalorienzählen umgeht, könnt ihr damit sehr viel über eure Ernährung lernen. Aber eine App sollte nicht über euer Leben bestimmen!

 

Wenn ihr auch Probleme mit dem Kalorienzählen habt, und ein offenes Ohr sucht, könnt ihr mir jederzeit eine Email schicken!

 

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41 Comments

  • Reply
    Monatsrückblick April 2017 - Bracelets and Heels
    30. April 2017 at 19:04

    […] die Themen Ernährung und Fitness angeht. Deswegen habe ich ganz aufmerksam Carinas Post zum Thema Kalorienzählen gelesen. Wer gerne mehr Bücher lesen möchte und dafür ein paar Tipps sucht, der sollte mal bei […]

  • Reply
    berit
    28. April 2017 at 9:18

    Da sagst du was Carina. Ich tracke derzeit auch fleissig, jedoch fällt es mir schwer in meinem Kalorienziel zu bleiben, da ich abends gern nochmal das ein oder andere nebenbei nasche oder zu stress-essen neige. Dann noch der zusätzliche „Druck“ der App das man mal wieder über dem Ziel liegt… nicht gut.

    Ich bin viel bei Reddit unterwegs und hatte dort das Problem angesprochen und mir wurde empfohlen ein Stress-Eating Journal zu schreiben in dem man kurz handschriftlich notiert warum man glaubt grade essen zu MÜSSEN und wie einem das jetzt weiterhilft. Ich habe für mich schon herausgefunden, dass es oftmal mit dem Gefühl von Kontrollverlust bei mir anfängt und mich Schokolade dann irgendwie beruhigt. Jetzt brauche ich nur noch eine Lösung 😉

    Lange Rede, kurzer Sinn: Ich finde Kalorienzählen nach wie vor ein gutes Tool um sich Portionsgrößen und Kalorienzahl der täglichen Nahrung bewusst zu machen, jedoch ist es eben nur ein Tool von vielen. Irgendwann sollte man sich die Zeit nehmen und bewusst für sich zusammenfassen was man bisher gelernt hat und zumindest probeweise (1 Woche zB) schauen ob man damit zurecht kommt.

    • Reply
      Carina
      29. April 2017 at 10:56

      Das mit dem Journal ist eine sehr gute Idee, wenn man zum emotionalen Essen neigt. Kennt man ja aus dem Alltag – wenn es stressig wird, versucht man sich durch Schokolade zu kurieren! Mir ging es früher genau so.

  • Reply
    Lila
    26. April 2017 at 16:25

    Interessantes Thema. Ich wollte einfach mal so mal wissen wie viel ich so verdrücke, aber mir das was recherchieren schon nach zwei Tagen zu viel -.- Ich kann aber nachvollziehen wieso es manche Leute süchteln oder einen Kontrollzwang entwickeln

  • Reply
    Valandriel Vanyar
    26. April 2017 at 15:54

    Ich finde Kalorienzählen an sich super, denn seien wir mal ehrlich: Die wenigsten Menschen setzen sich tiefergehend mit ihrer Nahrung aus, geschweige denn können die Kcal von einer Mahlzeit schätzen.
    Da fand ich die App super, um ein Gespür dafür zu entwickeln, was ich ungefähr da überhaupt esse. An Tagen, an denen ich auswärts esse bzw bei Familie eingeladen bin oder so, tracke ich gar nicht.
    Ich bin übrigens eine, die trackt, um mehr zu essen 😉 Um Muskeln aufbauen zu können, braucht man die richtige Anzahl an Kalorien bzw sogar einen Überschuss. Ich komme schon so kaum auf meine benötigten Kcal im Gesamtumsatz, daher arbeite ich seit Monaten daran. Ist gar nicht so leicht, mehr zu essen. Das wird gerne unterschätzt á la „Iss doch halt einfach mehr!“…

    LG Valandriel

    • Reply
      Carina
      26. April 2017 at 21:31

      In der Phase befinde ich mich auch gerade!! Wollte noch einen Post dazu schreiben. Merkst du auch, dass du mehr Kraft hast?

      • Reply
        Valandriel Vanyar
        28. April 2017 at 13:21

        Ja, das merke ich durchaus – wenn gesundheitlich alles stimmt (da gehört auch Eisenwert und so dazu), ist oft das Essen die nächste Stellschraube, bevor man am Training selbst schauen kann, ob sich da was verbessern lässt, Viele trainieren ja auch falsch oder zu leicht, da wird es dann auch schwer, voran zu kommen…

  • Reply
    Lena
    26. April 2017 at 15:46

    Als ich vor fast zwei Jahren (mal wieder) angefangen habe, abzunehmen hat mir eine App auch gut geholfen. Im Großen und Ganzen wusste ich schon ganz gut Bescheid würde ich sagen, aber so wird es einem direkt nochmal vor Augen geführt und eben auch schön über den Tag hinweg addiert. Ich habe das aber nie sehr penibel gemacht und nach 2 oder 3 Monaten hatte ich auch keine Lust mehr, ständig alles einzugeben. Dann habe ich es wieder gelassen und einfach so versucht, mich gesünder/ kalorienärmer zu ernähren, was auch ganz gut geht. lg

    • Reply
      Carina
      26. April 2017 at 21:32

      So sollte es idealerweise sein!

  • Reply
    Julia
    26. April 2017 at 9:42

    Liebe Carina,

    ein interessanter und ehrlicher Artikel, danke dafür!
    Wie du schon geschrieben hast, kann Kalorienzählen helfen, sich des Nährstoffgehaltes seiner Mahlzeiten bewusst zu werden und anhand dessen seine Ernährung zu optimieren, bis man es irgendwann „im Gefühl hat“ und nicht mehr Kalorien zählen muss.
    Auf beiden Seiten (Kalorien rein – Kalorien verbrennen) hat das Kalorien zählen jedoch seine Tücken. Kennst du diese beiden spannenden Artikel von Precision Nutrition?
    http://www.precisionnutrition.com/problem-with-calorie-counting-calories-in
    http://www.precisionnutrition.com/problem-with-calorie-counting-calories-out

    Liebe Grüße
    Julia

    • Reply
      Carina
      26. April 2017 at 21:34

      Nein kenne ich noch nicht!

  • Reply
    Mercury
    25. April 2017 at 20:24

    Ich habe beim Kalorien berechnen auch sehr viel gelernt. Bei mir reicht es eigentlich, die Süßigkeiten weg zu lassen (und Kuchen, Bonbons, Bananen, Eis, …), dann verliere ich schon Gewicht. Aber die Süßigkeiten sehe ich oftmals als extrem hoch im Stellenwert meines Lebens. Wenn ich mir frei aussuchen dürfte, wie ich eine Unterschrift mache, ich würd nicht mehr meinen Namen schreiben. Ich würde einen Schokofleck aufs Papier drücken.
    Kalorien zählen ist dann eine möglichkeiten, MIT Schokolade zusammen Gewicht wieder zu verlieren. Aber auch ich verfalle dabei schnell in einen Zahlenwahn. Ich nehm immer nur 5 kg ab, um wieder im Wohlfühlgewicht zu sein, so alle 3-5 Jahre, aber da musste dann halt auch wirklich die Reißleine ziehen und das ist schwer. Also aufhören abzunehmen, meine ich damit. Habe keinen Jojoeffekt, ich verschwinde eher…

    Ich versuch es jetzt erst einmal mit dem nicht-mehr-süßkram kaufen und einigermaßen drauf achten, auch vom rest weniger zu essen. Das klappt derzeit nicht. Überhaupt nicht. Aber mein Maßnahmenkatalog ist noch lang.

    • Reply
      Carina
      27. April 2017 at 21:49

      😀 das mit der Unterschrift hast du schön ausgedrückt!!
      Hast du schon einmal versucht, es mit süßen Alternativen wie Naturjoghurt mit Früchten zu versuchen? So bin ich von Schoki und Co. weggekommen!

  • Reply
    Lena
    25. April 2017 at 16:36

    Du sprichst mir so aus der Seele! Ich versuche gerade, vom Kalorienzählen wegzukommen. Ich habe nur einen Grundumsatz von ca. 1300 kcal uns verbrenne auch beim Sport nicht mehr allzu viel, um die 300kcal bei 30min Joggen. Mein Fokus liegt daher auf Muskrlaufbau und ergänzend Joggen.
    Ich habe wirklich Angst, mit dem Zählen aufzuhören weil ich weiß, dass ich ein Frust-und Stressesser bin und mich die Zahlen in der App zügeln. Ich weiß auch, dass ich ein gesundes Maß finden muss aber ich habe Bedenken zu eskalieren…

    Großer Respekt dass du es geschafft hast! 🙂

    • Reply
      Carina
      27. April 2017 at 21:45

      Du kannst ja mal versuchen, die Gerichte, die du „kalorisch“ kennst ohne App nach zu kochen und ein besseres Gefühl für Portionsgrößen zu bekommen. Das hat mir anfangs sehr geholfen!

  • Reply
    Lisa
    25. April 2017 at 14:31

    Danke für den wieder mal sehr ehrlichen und informativen Beitrag. Das ist keine Selbstverständlichkeit und ich mag (auch deswegen aber auch aus anderen Gründen) deinen Blog einfach so gern.
    Bezüglich des Themas muss ich sagen, dass ich Kalorienzählen -ähnlich wie du- als gute Einstiegsmöglichkeit sehe und damit sicherlich gute Erfolge verzeichnet werden können.

    Mir hat allerdings ein Post bei „Urgeschmack“ hierzu mal zu denken gegeben; im Post erläutert der Autor, dass die genaue Zusammensetzung und die Prozesse in Magen und Darm zum einen nicht genau genug untersucht sind und viele Wirkungsweisen und Einflüsse einfach nicht bekannt sind sich zum anderen bei Personen (durch eben weitere Einflüsse) unterscheiden und deswegen leider nicht in haargenaue Zahlen zu fassen sind.

    Ich denke, wenn man sich nur mal Stress, Resorptionsfähigkeit des Darms sowie mögliche Wechselwirkungen zwischen Mikronährstoffen anschaut, erscheint das direkt plausibler.

    Ich möchte dem Kalorienzählen deswegen keinesfalls absprechen, dass es funktioniert, nur sollten viele es meiner Meinung nach nicht als Muss7Allheilsbringer und in Stein gemeißelte Wahrheit predigen wie es leider häufig geschieht.

    Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich aus früheren Jahren ebenfalls berichten, dass ich auf Grund einer Essstörung (keine Bulimie) mehrere Jahre lang täglich locker 5000 Kalorien und mehr zu mir genommen habe. Bei unregelmäßiger Bewegung hatte ich trotzdem „nur“ ein Übergewicht von ca. 10 kg.
    Ich bin deshalb zu der Ansicht gelang, dass das Kalorienzählen zwar gut helfen kann, wenn es aus in meinen Augen falschem Verständnis aber zu extrem betrieben wird, weder gesund noch förderlich ist.

    • Reply
      Carina
      27. April 2017 at 21:42

      Liebe Lisa, danke für deinen sehr ehrlichen Kommentar. Ich stimme dir zu, dass jedes zu extreme Verhalten bei Ernährung schädlich sein kann. Egal ob man extrem gesund ist (verlorene Lebensqualität und viele Verbote) oder ungesund (gesundheitliche Probleme). Ein intuitiver Mittelweg wäre das Ideale!

  • Reply
    Saskia
    25. April 2017 at 12:15

    Ich finde es unheimlich schwierig, meine Antwort zu formulieren, weil ich noch nie in der Situation war und eine Diät gemacht habe. Das habe ich wahrscheinlich allem voran meinem Stoffwechsel zu verdanken, aber andererseits bin ich auch der Meinung, dass ich von klein auf ein gesundes Verhältnis zu gesundem Essen und Portionen beigebracht bekommen habe und dies auch immer so beibehalten konnte.
    Ich finde deinen Post unheimlich wichtig, denn ich lese mittlerweile bei einigen Fitness-/Abnehmblogs, wie auch immer man sie nennen möchte mit und sehe oft genau die Gefahr, die du da beschreibst. Sicherlich ist es, wie Claudia auch schreibt, sehr personenabhängig, aber das Gefühl der Kontrolle, zumal durch Erfolge immer wieder bestätigt, werden sich bestimmt sehr viele erhalten wollen – auch unbewusst.
    Ich denke, dass es bei Menschen, die einfach den Bezug zur Ernährung verloren haben, was ja wahnsinnig schnell passiert heutzutage, das Kalorien zählen durchaus wichtig ist, um diesen Bezug einfach wiederherzustellen, aber die Gefahr, die sich darin verbirgt, empfinde ich als durchaus groß.
    Es ist ein ganz schwieriges Thema und ich weiß nie so recht, was ich denn von Posts halten soll, die diese Abnehmmethode (und wenn sie noch dreimal die effektivste ist) progagieren und als ausschließlich positiv darstellen. Ganz, ganz schwierig.
    Von daher danke ich dir auch als „Nichtbetroffene“ von Herzen für diesen aufrichtigen Post und finde es großartig, dass du so ehrlich über dieses Problem schreiben konntest.

    • Reply
      Carina
      27. April 2017 at 21:39

      Sei froh, dass du ein gesundes Verhältnis zur Ernährung hast. Das ist etwas sehr Wertvolles, das in meinem Bekanntenkreis nur 2 Personen haben. Vielen Dank für deinen lieben Kommentar!

  • Reply
    Frau Reineke
    25. April 2017 at 9:26

    Ich finde das System mit dem Kalorienzählen funktioniert hervorragend. Es ist die ehrlichste Methode und für den großen Industriezweig der sich um magische Diäten gebildet hat ein hervorragender Schlag in die Fr****.
    Ich bin ganz großer Fan von Fitnesspal.
    Aller messtechnischen Ungenauigkeiten zum Trotz konnte ich meine MFP Kalorienzahl ermitteln, mit der ich perfekt mein Gewicht halte.
    Natürlich – ein Zwang darf es nicht werden. Aber das gilt ja für vieles im Leben.
    Ich tracke nur, wenn ich mit Waage oder Körper nicht zufrieden bin.
    Beim Auswärtsessen schätze ich (das ist doch auch etwas, das man mit der Zeit prima lernt) und ob ich richtig geschätzt habe, verrät die Waage hinterher sowieso.
    LG
    Frau Reineke (1500kcal daily)

  • Reply
    Tine
    25. April 2017 at 8:37

    Hallo liebe Carina,
    danke für diesen informativen Post. Auch ich finde es wichtig beide seiten des Kalorienzählens zu beleuchten. Es ist wirklich klasse, zu lernen, was wie viel hat.
    Aber ich muss zugeben, auch ich bin ich die Falle getappt, dass ich mit dem Zählen übertrieben hat. Ich habe mich am Ende gar nicht mehr getraut Produkte zu essen die über dem Wert XY lagen, da es auch für mich nur ein guter Tag war, wenn mein Defizit besonders hoch war, sodass ich mich am Ende nur noch völlig einseitig ernährt habe und es mir nicht mehr gut ging.
    Jetzt habe ich zwar wieder ein paar Kilos mehr drauf, aber das hat sich über die Jahre so eingependelt und ich vermute einfach mal, dass das „mein“ Gewicht ist, klar, das schwankt auch nach Urlauben etc. mal aber im großen und ganzen bin ich doch recht glücklich von diesem Trip runter gekommen zu sein.
    Liebe Grüße, Tine

    • Reply
      Carina
      27. April 2017 at 21:36

      Ich glaube, ich habe mittlerweile auch „mein“ Gewicht gefunden, auf das sich mein Körper immer wieder einpendelt. Da kann ich noch so brav Sport machen oder viel essen, es gleicht sich alles irgendwie aus!

  • Reply
    Barbara
    24. April 2017 at 22:50

    Hallo Carina,
    das ist ein richtig toller Artikel. Ich habe noch nie in meinem Leben Kalorien gezählt. Bis jetzt. Naja, ich zähle nicht so wirklich die Kalorien, sondern versuche eine Ernährungsumstellung mithilfe meiner Ärztin und da rechnet man halt das Essen in Gramm um. Ob ich jetzt Kalorien zähle oder mein Essen abwiege – weiß nicht ob da so ein großer Unterschied ist. Auf alle Fälle tappe ich damit nicht wieder in die Zuckerfalle… Das ist bei mir echt gefährlich! Ich zieh das jetzt aber durch – schließlich möchte ich nicht schon wieder mehrere Polypen von der Speiseröhre entfernt kriegen! Naja, jeder hat halt so sein Päckchen 🙂
    Ganz liebe Grüße, Barbara 😉

  • Reply
    Hana Mond
    24. April 2017 at 22:13

    Ich denke, zu starke Fixierung aufs Essen hängt nicht davon ab, ob man Kalorien zählt – in solche ungesunden Verhaltensmuster kann man auch ohne Zahlen verfallen (dann konzentriert sich die Angst eben auf Zucker, ungesunde Lebensmittel o.ä.). Das soll deinen Erfahrungen und deine Abwägungen nicht abwerten – nur würde ich das nicht am „Kalorienzählen, ja oder nein“ festmachen.
    Es ist immer eine Gratwanderung zwischen „zu wenig drauf achten, was man isst“ und „zu sehr drauf achten, was man isst“.

    Der große Vorteil am Kalorienzählen ist für mich, dass ich „Ungesundes“ viel mehr genießen kann, wenn ich es tue – weil ich weiß „Das passt in mein Tagesbudget“ und dann kein schlechtes Gewissen habe beim oder nach dem Essen.

    Eine Anmerkung noch:
    Die „magische Grenze“ zum Abnehmen ist nicht der Grundumsatz, sondern der Gesamtumsatz – wenn man unter dem bleibt, nimmt man ab (das finde ich an deinem Text etwas missverständlich formuliert). Der Grundumsatz bezieht sich ja nur auf einen hypothetischen „nur im Bett liegen“-Zustand und selbst leichte Bürotätigkeiten erhöhen den Gesamtumsatz.

    • Reply
      Carina
      27. April 2017 at 21:35

      Liebe Hana, mir ist klar, dass der Gesamtumsatz zählt, sorry wenn ich das missverständlich ausgedrückt habe.
      Jedes zwanghafte Verhalten gegenüber Essen ist schlecht. Bei mir war es eben Kalorienzählen! Aber trotzdem sehe ich auch die von dir genannten Vorteile. Man darf es eben nicht übertreiben

  • Reply
    Steffi
    24. April 2017 at 22:11

    Danke für diesen Beitrag.Wirklich ein sehr schwieriges Thema. Ich habe auch eine app. Lifesum. Ich habe auch Große Probleme mit dem Abnehmen, da auch wenn ich unterhalb der Kalorien bleibe kein Gewicht verliere. Leider habe ich noch nicht so eine Disziplin wie du um es dann länger durchzuhalten. Ich muss nicht viel Gewicht verlieren, also versuche ich es locker anzugehen. Aber man bemerkt schon wie sehr man sich in Kopf damit beschäftigt und das man sehr fokussiert ist auf Kalorien. Auch ich gehe z.b ungern auswärts essen.
    Noch einen schönen Abend

  • Reply
    Melanie
    24. April 2017 at 21:41

    Ein spannender Aspekt, den man auf jeden Fall im Hinterkopf haben sollte, wenn man Kalorien zählt! Ich mache es ja auch seit über einem Jahr und habe nicht das Gefühl, diese Probleme damit zu haben. Aber einer Freundin von mir ist es auch so ergangen wie dir. Sie nahm ihre Waage sogar mit in den Urlaub und war regelrecht besessen vom Tracken! Irgendwann fiel es ihr aber auch selbst auf und sie hat es sein gelassen (und dennoch weiter gut abgenommen). Ich denke, das ist genau wie das täglich Wiegen (Körpergewicht). Für manche wird es zu einer richtigen Obsession, andere haben weniger Schwierigkeiten damit. Meiner Meinung nach soll jeder es machen wie er meint, sollte sich aber auch eingestehen, wenn es ungesunde Ausmaße annimmt. Danke für diesen offenen Artikel! 🙂

    Liebe Grüße
    Melanie

    • Reply
      Carina
      26. April 2017 at 22:11

      Liebe Melanie, genau so sehe ich das auch. Fehler darf und sollte man sogar machen. So habe ich gelernt, was für mich nicht funktioniert und kann nach dem suchen, was funktioniert! Eine Obsession ist nie gut!

  • Reply
    Lea
    24. April 2017 at 21:11

    Ich würde ehrlich gesagt jedem raten, vom Kalorienzählen die Finger zu lassen. Es gibt mMn andere Möglichkeiten um zu lernen, was eine normale Portion in etwa ist, von mir aus am Anfang mit der Küchenwaage, aber ohne die Nährwerte zu tracken (zB 100g Nudeln entspricht ca. 1 Portion). Ich meine, im Grunde weiß man was gesund ist und was eher nicht so und wenn nicht, gibt es noch die Ernährungspyramide 😉
    Irgendwie wundert es mich ein bisschen, dass dein grundumsatz nur bei 1600kcal liegt?! Ich glaube nicht dass es besonders gesund ist da noch drunter zu bleiben, so kann man wunderbar auf Dauer seinen Stoffwechsel ruinieren. Ich leide seit mehreren Jahren an Magersucht (momentan aber einigermaßen im Griff) und es kann so verdammt leicht sein in eine Essstörung zu rutschen, ich würde echt jedem Raten, nicht mit dem Kalorienzählen zu beginnen. Und Hut ab, dass du es geschafft hast, von dieser App wegzukommen 🙂 ich weiß wie schwer das sein kann…

    • Reply
      Carina
      24. April 2017 at 22:37

      Liebe Lea, vielen Dank für deinen ehrlichen Kommentar! Darf ich fragen, wie es bei dir zur Magersucht kam? Was waren die Auslöser, wie ist deine Geschichte? Auf lebenslange Sicht gesehen möchte ich mich mit meinem natürlichen Hungergefühl auseinandersetzen. Denn mein Körper weiß am besten, was er mag, nachdem ich ihm gezeigt habe, dass Gemüse auch schmecken kann 😉

      • Reply
        siesn
        25. April 2017 at 8:44

        Hallo Lea,
        Stoffwechsel ruinieren, Grundumsatz drunter bleiben, etc dies alles sind ziemliche Mythen bzw. müsste man schon einiges mehr tun oder lassen als Carina dies macht. Im Buch „Fettlogik überwinden“ wird mit solchen Mythen (und anderen) aufgeräumt (Studien näher betrachtet, etc). Evtl. magst du ins Buch ja mal reinschnuppern?
        Kalorien zählen per se finde ich gut für den Einstieg – damit man eben sieht wieviele Kalorien welches Lebensmittel hat und dies dann besser einschätzen kann. Jedoch kann es unangenehme, negative, schädliche Folgen hat wenn man sich wie in einer Sucht seinen Tag nur noch danach ausrichtet. Es ist nicht schlimm wenn man mal einen Tag nicht sein Kalorienziel erreicht (auch das wird im Buch erklärt) – was zählt ist dass man immer am Ball bleibt. Man ist ja auch nicht jeden Tag gleich gut/schlecht drauf 😉
        LG

    • Reply
      Julia
      25. April 2017 at 11:06

      Danke für deine Einsicht! Weißt du, ob man sich wirklich langfristig den Stoffwechsel „ruinieren“ kann? Ich konnte mal eine Zeit lang fast gar nichts zu mir nehmen, habe damals auch rapide abgenommen, aber jetzt ist alles doppelt wieder drauf… Kennst du dich da zufällig aus?

      Ich habe gerade letztens gelesen, dass man keine Kalorien zählen soll, nicht hungern etc., sondern sich einfach nach Lust und Laune satt essen – ABER an Lebensmitteln, die kalorienarm sind, also Gemüse, Salat (ohne kalorienhaltiges Dressing), Tofu etc., bevor man irgendwas nascht. Die Idee fand ich eigentlich sehr praktisch, da man dadurch eine recht gesunde Ernährung garantiert. Obwohl ich als Vegetarierin viel Gemüse esse, habe ich im Unistress die Tendenz, statt eines richtigen Mittagessens einen Schokoriegel zu essen, da die Kalorien ja gleich sind, aber gesund ist das trotzdem nicht.

    • Reply
      Moe
      26. April 2017 at 21:32

      An der Stelle muss ich mich mal einmischen und Fettlogik überwinden zitieren:
      „Tatsächlich ist der Stoffwechsel unsere Hirnfunktion, unser Herzschlag, die Organe, die Temperaturregulierung und natürlich die Muskeln. Wenn unser Stoffwechsel ernsthaft herunterfährt, dann sind die Symptome massiv.“ (Hermann, 2016, S. 48)
      „Wenn den Verwendern dieses Ausdrucks wirklich bewusst wäre, dass „der Stoffwechsel“ unser Herzschlag, die Temperaturregulierung und Organfunktion ist, würden sie ihn dann wirklich „ankurbeln“ wollen? Wenn das Herz so angekurbelt wird, dass es rast und man nachts mit Herzklopfen aufwacht, dann ist das nicht besonders toll, auch wenn dadurch vielleicht ein paar Kalorien verbrannt werden.“ (Hermann, 2016, S. 223)
      Man kann sich den Stoffwechsel nicht kaputt machen, das hätte verheerende Folgen für den ganzen Körper und Menschen würden regelmäßig an Diäten sterben, wenn das denn so funktionieren würde, wie der Ausspruch impliziert.

  • Reply
    Grit
    24. April 2017 at 18:50

    Noch mach ich es genauso , seit 13.2. minus 6kg! Ich seh das genauso und finde es nicht normal , aber : es hilft wirklich um das Gefühl für essen und deren Energie zu erhalten !

  • Reply
    miss_saerra
    24. April 2017 at 18:40

    Hallo liebe Carina,

    ich habe schon sehnsüchtig auf diesen Post gewartet und du sprichst mir damit echt aus der Seele! Ich zähle auch (mal mehr, mal weniger konsequent) Kalorien mit der App. Mir hat es auch total dabei geholfen zu lernen, was wie viele Kalorien hat. Ich hatte mein aha-Erlebnis regelmäßig beim Öl, das ich fürs Anbraten etc. nutze :O
    Ich kann glücklicherweise auch mal fünfe gerade sein lassen und am Wochenende zähle ich auch meist nicht so konsequent. Klar, dadurch habe ich auch keine großen Abnehm-Erfolge, aber ich habe z. B. festgestellt, dass ich mit zu wenig Kalorien einfach nicht funktioniere und nur mies drauf bin!
    Deshalb liegt mein Fokus aktuell auf dem Training im Fitnessstudio, denn ich möchte straffer und nicht leichter werden 🙂

    LG, Sarah

    • Reply
      Carina
      24. April 2017 at 22:24

      Liebe Sarah, so mache ich es mittlerweile auch. Ich habe erkannt, dass ich mehr essen kann, ohne dabei zuzunehmen. Außerdem habe ich mehr Energie für Sport und bin nicht so schnell grantig 😉 Da freuen sich die Kollegen, Freunde und Familie!

  • Reply
    Andrea
    24. April 2017 at 18:21

    Liebe Carina, toll, dass Du auf dieses Problem hinweist. Mir erging es zwar nicht ganz so krass wie Dir, aber doch ähnlich. Auch ich habe über 1 Jahr mein Essen getrackt und anfangs fand ich es genauso wie Du sehr wichtig, dass man mal überhaupt ein Gefühl und ein Bewusstsein für die Mengen, die man zu sich nimmt, bekommt sowie auch die Makros von den Lebensmitteln kennen lernt. Denn zu einer ausgewogenen Ernährung gehört das auch dazu. Irgendwann merkte ich, dass ich nicht mehr von der App (ich habe Fat Secret genutzt) abhängig sein wollte und ich kann mich gut erinnern, dass ich die ersten Tage richtige Angst hatte. Da ich vieles im Schlaf wusste, habe ich bewusst nur Sachen gegessen, wo ich dann genau wusste, dass da gar nicht schiefgehen kann und ich im Plan bin sozusagen. Das ging so 2-3 Wochen so und dann hat mein Freund mit mir geschimpft, zurecht. Ich bin ihm dafür heute noch dankbar. Er hat davon sowieso nie etwas gehalten und hat mir vor Augen geführt, wie wenig Spaß man so noch am Essen hat und sich selbst total unter Druck setzt, mir selbst war das leider nicht so bewusst. Mittlerweile esse ich seit gut 1,5 Jahren ohne App und würde es auch nie wieder tun – das war meine persönlicher Erfahrung, muss aber jeder selbst wissen. Ich habe so viele Werte im Kopf, die ich sicher auch nicht mehr vergessen werde, denn die ganze Zeit war enorm prägend für mich und täglich lebensnotwendig. Heute wünschte ich mir, ich wäre mit weniger Ehrgeiz und lockerer an alles ran gegangen, aus einigen Gründen. Liebe Grüße

    • Reply
      Carina
      24. April 2017 at 22:33

      Diesen Mittelweg zu finden ist unglaublich schwierig. Vor allem, wenn man mit starkem Übergewicht zu kämpfen hat, ist man schnell besessen von Zahlen und Kontrolle. Deinem Freund darfst du sehr dankbar sein, ich finde es toll, dass er dich darauf hingewiesen hat! Das hätte sicher nicht jeder Mann gemacht. Ich würde das Kalorienzählen zwar wieder machen, aber dann nur für einen begrenzten Zeitraum (4 Wochen), mit dem Ziel, ein möglichst gutes Auge für Portionsgrößen zu bekommen.

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        Andrea
        25. April 2017 at 21:34

        Ich bin wirklich dankbar dafür, er selbst hat ohne jegliche Hilfsmittel abgenommen, nur mit Sport und konsequenter Ernährung, das hätte ich niemals hinbekommen. Bei mir langt es auch noch nicht, es sind „erst“ 20 kg weg, aber ich fühle mich dennoch schon so viel besser. Der Mittelweg ist wirklich schwierig, denn die Kontrolle mit dem Tracken ist ja quasi schon der Erfolg – ohne das hat man das Gefühl auf einem Seil ohne Netz zu balancieren. Für ein paar Kilo würde ja auch niemand so ein Geschiss damit machen, aber wir sprechen hier eben über enormes Übergewicht. Ich finde es toll, wie Du es geschafft hast bisher. Wenn Du mal vor hast, es nur noch 4 Wochen zu kontrollieren, sollte es erträglich bleiben und man dann doch hoffentlich wieder einen guten Weg davon runter finden – ich würde mir das aber ganz unbedingt wirklich auf den Tag festsetzen und die App anschließend auch deinstallieren. So lange sie nämlich weiterhin auf dem Handy ist, kommt man doch wieder in Versuchung, so war es bei mir jedenfalls eine Weile ^^

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    Beauty Butterflies
    24. April 2017 at 17:35

    Ich war gespannt auf den Artikel, schließlich bin ich ja absolut „Team-Kalorienzählen“, weil es nun einmal ein super Weg ist um zu lernen . wie du auch selbst schreibst und man sich nichts verbieten muss. Was du beschreibst ist aber schon krass und ich denke jede Art abzunehmen kann ich einen leichten „Wahn“ abrutschen… Das ist aber mMn personenbezogen und hat nichts damit zu tun, dass Kalorienzählen „böse“ ist. Wer zB streng LowCarb macht wird wahrscheinlich (wenn er dazu neigt) auch den ganzen Tag überlegen wie er denn zum Kuchen der Kollegin nein sagen kann oder was es wohl abends auf der Party gibt – Ohje… „kann man da was essen“. Oder wiederrum andere, die es mit dem Sport übertreiben… Ich denke das ist eine psychische Komponente, die sich in allem möglichen auswirken kann. Ich zB komme bestens damit klar – es gibt auch viele Tage wo ich nicht zähle, einfach weil ich mittlerweile ein Gefühl dafür habe und eben auch mal bewusst keine Lust habe alle Mahlzeiten zu schätzen, wenn zB Besuch da ist und man viel essen geht. Oder ich mit Freunden koche…. Wer wirklich erst einmal von seinem Übergewicht runter kommen will, muss auch einfach am Anfang mal streng zu sich selbst sein und es eine Weile durchziehen. Wenn die ersten Kilos gepurzelt sind kann man auch beim Kalorienzählen entspannt rangehen….Aber da ist wirklich jeder anders – man sollte es auf jeden Fall probieren und jetzt nicht gleich sagen „Kalorienzählen bringt mir ne Essstörung gleich freihaus mitgeliefert“ – Denn wenn es sich den ganzen Tag nur um Essen oder Nicht-Essen dreht ist es für mich zumindest ein gestörtes Verhältnis zum Essen. Schön, dass du das für dich erkannt hast und darauf aufmerksam machst.
    Aber wie gesagt – das muss ja nicht bei jedem so sein – Ich liebe meine Kalorien-App und kann die Kombi mit einem Fitnesstracker auch nur empfehlen, da ich dann eben nicht Gefahr laufe an Sporttagen zu wenig zu essen!

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      Carina
      24. April 2017 at 22:22

      Ich stimme dir absolut zu und hoffe, es ist in meinem Post klar, dass ich Kalorienzählen nicht grundsätzlich verteufele. Mir hat es wie oben geschrieben auf jeden Fall sehr geholfen, aber wenn man psychisch für Kontrollzwänge anfällig ist, muss man einfach aufpassen.
      Und das ist meine Botschaft, die mir sehr am Herzen liegt. Ich finde es toll, dass du das Kalorienzählen so entspannt angehen kannst. Ich konnte es lange Zeit leider nicht. Deshalb ist jeder Mensch anders, aber ich finde es wichtig, auch die andere Seite anzusprechen!

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