CARINAS WELTREISE: 8 Spartipps für lange Reisen

14.000 Euro soll eine einjährige Weltreise kosten.

 

Eine Weltreise zu finanzieren ist kein Hexenwerk. Ich habe das Glück, dass ich über den Sabbatical Vertrag mit meinem Arbeitgeber jeden Monat ein regelmäßiges Einkommen erhalte. Aber um mir eine möglichst entspannte Zeit zu ermöglichen, spare ich mir seit 2 Jahren ein finanzielles Polster an. Denn man weiß nie, was kommt!

Da ich dank des Vertrags über 4 Jahre ein verringertes Einkommen erhalte, ist mein monatliches Sparpotential sehr schmal. Ich habe mich zu einem echten Sparfuchs entwickelt und suche nach immer neuen Möglichkeiten, ein paar Euro für meine Weltreise beiseite zu legen!

 

Meine Weltreise Spartipps:

 

Prioritäten – Überleg dir, was dir bei deiner Weltreise wichtig ist.

Welches Land willst du unbedingt bereisen, kochst du selbst oder willst du immer in Restaurants gehen, welche Touren müssen unbedingt sein, reist du lieber mit dem Flugzeug oder länger und günstiger mit dem Zug?

Ich habe mir für meine Weltreise Route sehr teure Länder auf die Liste gesetzt. Da ich aber viel Zeit habe, kann ich günstige Flüge suchen, mit Zwischenstops oder auch auf Züge oder Busse ausweichen. Bei den Unterkünften plane ich entweder günstige AirBnBs ein, oder auch gehobene Hostels. Zwar lege ich sehr viel Wert auf gutes Essen, koche mir aber auch gerne selbst etwas.

 

Entscheide Dich:

unter der Brücke – Hostels – AirBNB – Hotels – Schloss

Scherpa – über Land mit Bus & Zug – Flug – First Class

Thailand – Europa – San Francisco

Selbstversorger – Restaurants – eigener Koch

 

Das Ziel vor Augen

Der hellgraue Designermantel im Schaufenster sieht schon verdammt schick aus. Aber woran werde ich mich lieber erinnern, wenn ich alt und runzlig bin? An den schönen Wintermantel, den ich eine Saison getragen habe, oder die Tour zum Machu Picchu? Mit jedem Euro, den ich spare, schaffe ich mir nächstes Jahr Erinnerungen für’s Leben. Mit diesem Ziel vor Augen fällt mir der Verzicht nochmal leichter!

 

Bewusster Konsum

Ganze vier Jahre lang läuft mein Sabbaticalvertrag (so berechnet sich mein Gehalt im Sabbatical). Natürlich möchte ich die 38 Monate außerhalb meines Freizeitblocks nicht völlig asketisch leben. Ich gönne mir nach wie vor gutes Essen, Kinobesuche und Urlaube. Aber ich bin sehr wählerisch geworden. Ich kaufe zum Beispiel nicht mehr einfach so einen MAC Lippenstift, weil er limitiert ist. Ich überlege mir genau, was ich tatsächlich möchte und was nur eine kurzfristige heiße Liebe ist. Meistens reicht es schon aus, wenn ich ein paar Nächte darüber schlafe!

 

Raus damit!

Eine Weltreise ist der perfekte Anlass, die Wohnung auszuräumen und das eigene Hab und Gut zu reduzieren. Deshalb verkaufe ich den Großteil meiner Schminksammlung bei Cream’s Beauty Sale, um ein paar zusätzliche Euro zu verdienen. Aber auch bei eBay und Konsorten werde ich einige Dinge einstellen, um ein paar Euro dazu zu verdienen.

PS: Nach meiner Rückkehr möchte ich meine Wohnung komplett neu einrichten – hoffentlich eine gute Ablenkung für den Post-Sabbatical-Blues!

 

Weltreise Spartipps

 

Meine Weltreise Spartipps:

 

Am Anfang des Monats sparen

Sobald mein Gehalt auf dem Konto eintrifft, zwacke ich 15 % davon zum Sparen ab. Dafür habe ich einen Dauerauftrag am Monatsersten eingerichtet. Wenn das Geld nicht mehr auf dem Alltagskonto verfügbar ist, haushalte ich besser mit dem, was mir bleibt. Aus den Augen, aus dem Sinn! Was nicht da ist, kann nicht ausgegeben werden.

 

Separates Konto

Aus diesem Grund habe ich mir ein separates Spar- / Weltreisekonto eingerichtet. Dorthin überweise ich auch am Ende des Monats, was mir übrig bleibt. Das Konto wird vor der Reise nicht angefasst!

 

Zusätzliches Geld verdienen

Ich habe das große, große Glück, dass ich mit meinem Hobby etwas Geld verdienen kann. Jedes Sponsored Posting, das ihr auf dem Blog seht, geht direkt in die Weltreisekasse! Das heißt allerdings nicht, dass ich empfehlen würde, neu mit einem Blog zu beginnen, um damit Geld zu verdienen. Bei mir hat es 2 Jahre täglichen Bloggens gedauert, bis die ersten Euros durch Affiliate Links kamen.

Lukrativer ist hier definitv ein Nebenjob wie Kellnern oder Regale einräumen!

 

Leben nicht vergessen

Trotz all der Sparerei ist mir wichtig, dass ich trotzdem leben kann. Ich gönne mir bewusst einen Cappuccino im Sonnenschein, kaufe mir neue Bücher und die besten Eier im Biomarkt. Ich habe gelernt, was mich wirklich glücklich macht und wofür ich gerne Geld ausgebe. Lieber ziehe ich ein Jahr lang jeden Tag die selbe Hose an, kann dafür aber 4 Tage an den Gardasee fahren und Pasta schlemmen.

 

 

Natürlich könnt ihr diese Weltreise Spartipps auch für jeden x-beliebigen Herzenswunsch verwenden. Sei es eine tolle Designertasche, ein neues Auto oder geile Schminke!

 

Spart ihr regelmäßig?

Wie findet ihr die Balance zwischen Sparen und Leben?

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19 Comments

  • Hallo Carina!

    Ich finde das unglaublich spannend mit der Reise und dem Sabbatical.
    Bisher wusste ich gar nicht, dass es sich so aufteilt.
    Und ich denke immer mehr darüber nach. Vielleicht nicht so lange, aber etwas länger einfach raus. Ich habe eine kleine Tochter (3) und ich kann mir sowas sogar gut mit ihr vorstellen.
    Zum Sparen: ich spare seit meinem ersten Gehalt mit 18. Immer das was übrig bleibt. Dazu habe ich nach der Ausbildung immer einen Nebenjob gehabt und da habe ich irgendwann angefangen das Geld direkt im ganzen wegzulegen. Ich überlege genau was ich will. Letztens meinte eine Freundin, sie seinfasziniert gewesen, weil ich wirklich (meistens) nur kaufe was mir zu 100% gefällt. Wo sie manchmal schon aus Höflichkeit gekauft hätte, weil die Verkäuferin ja beraten hat, mache ich das nur, wenn ich wirklich will.
    Aber ich genieße auch.
    Durch diese Weise konnte ich mir auch schon einige Dinge leisten und direkt kaufen und ich bin froh, dass was da ist, wenn ich es dringend brauche.
    Und jeder kann sparen. In der Ausbildung habe ich auch mit 10-20€ im Monat angefangen.

  • Ich kann mich vor allem dem letzten Punkt anschließen, sonst wird aus dem sparen geizen. Es gibt Bereiche, in denen ich sehr gut auf Luxus verzichten kann und andere in dene es nicht geht. Die sollte man sich gut überlegen. Wenn ich in teure Dinge investiere, dann habe ich mir das auch gut überlegt. Das größte Problem sind jedoch die kleinen Dinge, die mal so eben mitkommen. Ein Euro macht den Kohl nicht fett, aber man kauft ja nicht nur eines, sondern gleich zehn…
    Das Verkaufen von Dingen klappt leider mehr schlecht als recht. Ich kriege von vielem noch nicht einmal 20% des Wertes wieder und verschenke es dann doch.

  • Was mir noch als Ergänzung einfällt, wäre das Thema leihen und Second Hand. Brauche ich etwas wirklich als Besitz, oder reicht es mir aus, wenn ich mir das Buch aus der Bibliothek ausleihe? Muss es ein neues Buch sein, oder reicht amazon Warehouse?

    Brauche ich eine neue Tasche oder reicht mir auch ein Modell von ebay?

  • Ich habe das Glück, einen gut bezahlten Job zu haben (eigentlich ist es kein Glück, ich habe jahrelang für meine Ausbildung gearbeitet) und kann daher einiges auf die Seite legen, auch wenn ich kein bestimmtes Sparziel habe. Ich verwende da auch verschiedene Konti und einen Dauerauftrag, der mir gleich nach Lohneingang den Sparbetrag aufs Sparkonto verschiebt. Aus den Augen, aus dem Sinn. Was auf dem Lohnkonto verbleibt, darf ich ohne schlechtes Gewissen verprassen, sobald alle Rechnungen bezahlt sind ;-)

  • Tolle Tipps Carina :). Ich mache es auch so, dass am Anfang des Monats ein fester Betrag per Dauerauftrag auf mein „Sparkonto“ geht. So kann ich gar nicht in Versuchung kommen, das Geld lieber auszugeben.
    Außerdem habe ich mir von Mara (MrsMara) die Methode abgeschaut, jeden 5€-Schein den man bekommt (egal ob vom Bankautomaten, als Wechselgeld, von der Oma zugesteckt etc.) zu sparen und nicht auszugeben. Ich packe diese daher in ein seperates Fach im Geldbeutel und einmal pro Woche kommt es in mein Sparglas :). Dadurch kommt auch einiges zusammen, was für den nächsten Urlaub genommen werden kann.

    Dadurch, dass wir das Mittagessen mittlerweile von unseren Chefs gestellt bekommen und wir zweimal pro Woche eine große Obstlieferung ins Büro bekommen, ist nochmal mehr Sparpotenzial da. Alles in allem klappt das bei mir also ganz gut, sofern keine Autorechnung kommt oder der Hund eine größere Anschaffung braucht :).

  • Liebe Carina,
    ich finde die Artikel zu Deiner Weltreise sehr interessant. Und Du hast mich inspiriert, mich für ein Sabbatical zu interessieren, allerdings keine zehn Monate sondern deutlich weniger. So eine lange Zeit lässt sich mit meiner persönlichen Situation nicht vereinbaren.
    Deine Spartipps finde ich gut und realistisch. Gerade die Balance ist wichtig zwischen knausern und sparsam sein, sich aber trotzdem hin und wieder etwas zu gönnen.
    Da ich seit acht Jahren eine Eigentumswohnung abbezahle, spare ich nur 10% meines Einkommens. Ich habe mich damals bewusst für den Kredit entschieden, denn die Alternative, die gleiche Summe als Miete zu bezahlen, die fand ich schrecklich. Die Wohnungssituation in und um Hamburg ist auch nicht einfach, es ist teuer, wenn man in einer halbwegs passablen Gegend wohnen möchte. Aber ich denke in München wird das ähnlich sein.
    Mein Erspartes stecke ich gerade auch zum Großteil wieder in meine Wohnung, habe alle Zimmer renoviert und neu eingerichtet. Das macht mich glücklicher als eine Chanel-Tasche oder 200 Paar Schuhe. Ich habe dieses Jahr zehn Kilo abgenommen, habe mich von so vielem Krempel getrennt und brauchte dadurch auch weniger neue Schränke und Kommoden. Also wieder Geld gespart ;-) Meine Make-up-Vorräte brauche ich gerade ebenfalls auf. Limited Editions fixen mich zum Glück nicht mehr an, aber matte rote Lippenstifte sind mein Verderben ;-)
    Ich freu mich immer auf neue Blogposts von Dir!
    LG
    Claudia

  • Mein Papa ist mein großes Vorbild in Sachen Sparen. Das wurde mir sozusagen in die Wiege gelegt und ich tu mir zum Glück relativ leicht damit. Ganz so knauserig wie er bin ich zwar nicht, aber verfahre meistens nach einem einfachen Grundsatz: BRAUCHE ich das? Klappt natürlich nicht immer (ich habe mir momentan Kaufverbot für Duftkerzen, Tee und Nagellack auferlegt weil ich davon wirklich genug habe), aber es hilft, einen objektiven Blick zu bewahren. Konsum ist ja nicht alles. Und ich stimme dir voll und ganz zu, von einer Reise hat man längerfristig viel mehr als einem teuren Mantel oder einem fancy Parfum.

    Finde ich übrigens toll, dass du das machst! Bin schon auf die weiteren Posts zu diesem Thema gespannt :-)

  • Hey, ich spare auch, jeden Monat, mit verschiedenen Zwecken in verschiedene Anlagen. Aktienfonds nur so zum Spaß, Tagesgeld für den Notgroschen, Altersvorsorge und Urlaub.

  • Ich spare nicht bewusst auf etwas hin. Ich habe schon sehr früh gelernt mit sehr wenig Geld auszukommen, auf Dinge zu verzichten und wirklich sehr bewusst zu konsumieren. Als ich angefangen habe zu arbeiten hatte ich eher das Problem, dass es mir schwer fiel mir etwas teureres zu gönnen. Ich war es nicht gewohnt plötzlich ein so hohes Einkommen zu haben.
    Das ist mittlerweile besser, aber ich konsumiere immer noch bewusst. Klar finde ich hübsche Designertaschen toll, aber ich brauche nicht mehrere davon (gerade scheitere ich daran überhaupt eine zu kaufen). Schminke habe ich nun auch so viel, dass ich neues einfach nicht mehr brauche und mir nur seeeeeeeehr selten etwas gönne, weil es limitiert ist, nur im Ausland erhältlich etc.
    Ich hab da den gleichen Gedankengang wie du: wenn ich alt bin, erinnere ich mich an die vielen tollen Reisen, nicht an Kleidungsstück xy.
    Ich war dieses Jahr 6 mal im Urlaub und wurde von Kollegen gefragt wie ich mir das leisten kann. Wir verdienen alle absolut gleich viel, aber ich muss nicht jeden Tag ein bis zweimal zum Starbucks in der Mittagspause etc. Alles eine Frage der Prioritäten :)

    • TJA ganz genau so ist es! Ich gebe mein Geld auch am liebsten für Reisen und gutes Essen aus! Allein der tägliche Kaffee oder die Zigarettenschachtel am Tag summiert sich auf die Dauer!

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