CARINAS WELTREISE: Meine Wünsche und Ängste

Der Countdown läuft: In 100 Tagen startet meine Weltreise!

 

So langsam komme ich endlich in die Pötte, mich darauf vorzubereiten. Am Montag war ein erster potentieller Untermieter zur Besichtigung in meiner Wohnung. Drückt mir die Daumen, dass er sie nimmt und dass alles unkompliziert abläuft!

Ich habe euch noch gar nicht so richtig erzählt, was ich mit meiner Weltreise überhaupt bezwecken möchte. Ich möchte die 10 Monate tatsächlich zu etwas nutzen und nicht nur einen verlängerten Urlaub machen. Das sind meine Wünsche (und auch ein paar Ängste) für meine Weltreise:

 

Carinas Weltreise – Meine Gründe für ein Sabbatical

 

Because I can. Ganz einfach. Wenn mein Arbeitgeber eine solche Auszeit anbietet, mein Chef es mir genehmigt und ich kinderloser Single bin, warum nicht? Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt dafür und ich würde es nur bereuen, wenn ich die Gelegenheit nicht nutze!

 

Wer bin ich? So blöd und esoterisch es klingen mag – ich möchte mich selbst besser kennenlernen. Bis vor ein paar Jahren bin ich in meiner Blase mit Blick auf den Boden durch’s Leben gegangen. Ich habe meine Gewohnheiten, Vorlieben und Abneigungen nicht hinterfragt und meine Grenzen nicht ausgetestet. Ich möchte Dinge außerhalb meiner Komfortzone ausprobieren und lernen, dass es okay ist, wenn mal was schief geht. Was steckt eigentlich in mir und woran muss ich arbeiten?

 

Berufliche Wege. Ich arbeite nun seit 7 Jahren in der selben Stelle in meiner Firma. Ich mag meine Arbeit und meine Abteilung. Allerdings warten noch weitere 40 Jahre Arbeit auf mich. Ich kann mir nicht vorstellen, weitere 4 Jahrzehnte die gleiche Arbeit zu machen und möchte mich weiterentwickeln. Ich möchte mich während meiner Weltreise über mögliche berufsbegleitende Studiengänge oder Weiterbildungen informieren, die ich nach meiner Rückkehr starten kann. Mir fehlt das Lernen und Wachsen und man ist nie zu alt dafür!

 

 

Neue Leute. Als absolut introvertierter Mensch habe ich mir schon immer schwer getan, mit Leuten in Kontakt zu kommen. Ich möchte während meiner Weltreise aktiv an meiner „social anxiety“ also meinem Unwohlsein unter Menschen arbeiten. Ich glaube, je öfter ich meinen sozialen Muskel trainiere und auf Leute zugehe, umso leichter wird es mir fallen. Und wo trifft man am ehesten gleichgesinnte, spannende Charaktere als auf Reisen?!

 

Anders Leben. Mit welchen Problemen und Themen haben Menschen in anderen Ländern zu kämpfen? Wenn man den ganzen Tag nur deutsches Auf-Hohem-Niveau-Jammern in den Ohren hat, verliert man schnell den Bezug zu den wirklich wichtigen Themen. Ich möchte meinen moralischen Kompass einnorden und meine privilegierte Lebensweise mehr schätzen lernen.

 

Das Blogger Leben. Ich blogge seit 9 Jahren neben meinem Vollzeit Job. Natürlich habe ich schon oft fantasiert, wie es wäre Vollzeit-Blogger zu sein. Aber meinen unbefristeten Job schnell mal kündigen? Neeee, dazu hatte ich nie den Mut. Nun habe ich die Gelegenheit, das Vollzeit-Bloggen unverbindlich auszuprobieren. Bin ich diszipliniert genug, auch ohne feste Zeiten und Schreibtisch zu arbeiten? Wir werden sehen!

 

Lesen. Ein kleiner Wunsch, aber doch ein wichtiger! Ich versuche schon seit Monaten, wieder mehr zu lesen. Das klappt mal mehr, mal weniger. 2019 möchte ich wahnsinnig viele Bücher lesen, die auf meiner Wunschliste stehen. Ob am Flughafen, im Yosemite Nationalpark oder in einer Jurte am Strand – mein Kindle wird mein ständiger Begleiter sein!

 

… und zu guter Letzt natürlich essentiell: Faulenzen, Seele baumeln lassen, Sonne tanken und gutes Essen!

 

 

Mit meinen Ängsten vor der Weltreise möchte ich mich gar nicht großartig beschäftigen, um sie nicht noch mehr zu befeuern. Aber natürlich geht mir trotz der riesigen Vorfreude der ein oder andere ängstliche Gedanke durch den Kopf. Als von Natur aus skeptischer und pessimistischer Mensch kann mein Hirn gar nicht anders!

 

Carinas Weltreise – ein paar kleine Bedenken

 

Diebstahl. Mein absoluter Horror: Ich bin in Bangkok unterwegs und mein Pass, Geldbeutel, Handy und Laptop werden gestohlen. Ich bin auf jeder Reise vorsichtig mit meinem Hab und Gut, werde aber ein paar spezielle Vorkehrungen treffen, falls der Ernstfall eintritt.

 

Das Loch. 10 Monate ohne Termine, ohne Verpflichtungen. Das klingt erstmal toll. Aber ich bin ein Mensch, der Routinen und Zeitpläne liebt. Ich merke schon nach 4 Tagen Nichtstun im Urlaub, dass ich nervös werde und nach Beschäftigung suche. Es werden sicher regnerische Tage kommen, an denen ich nichts unternehmen kann. Ich werde lernen müssen, mit meinem schlechten Gewissen umzugehen!

 

Moneten. Was, wenn mir das Geld ausgeht? Wenn ich nicht mehr genügend Kohle habe, um mir den Rückflug zu leisten? Oder in meinem Fall eher: Was, wenn ich zu sparsam bin und mir dadurch tolle Ausflüge und Erlebnisse entgehen? Ich muss ein Gefühl dafür bekommen, was das Leben on the road tatsächlich kosten wird und eine gute Balance finden. → Meine Spartipps für lange Reisen

 

Meine Weltreise – Hier geht’s weiter!

Carinas Weltreise

Carinas Weltreise

Carinas Weltreise

 

Was wären eure Gründe für eine Weltreise?

Wovor hättet ihr Bedenken?

9 Comments

  • Liebe Karina,
    das klingt absolut fantastisch! Mach das auf jeden Fall! Der Zeitpunkt scheint ideal zu sein. Was würdest Du denn als Weiterbildung nach der Rückkehr machen wollen? Hast Du schon Ideen oder möchtest Du es tatsächlich erst erfahren, wenn Du weit weg bist?
    Ich drück Dir die Daumen und freue mich auf Deine Blogbeiträge aus der Reise… :)

  • Ich hätte Angst vor dem Loch, wenn man wieder da ist… da würde ich mir irgendwelche Highlights planen. Und unterwegs ernsthaft krank zu werden, aber eine gute Auslandskrankenversicherung hast du vermutlich. Bin jedenfalls schon sehr gespannt auf deine Reise!

  • Aus meinen Sabbatical Erfahrungen (wenn auch „nur“ 4 Monate) kann ich dir sagen:

    „Ich möchte Dinge außerhalb meiner Komfortzone ausprobieren und lernen“
    OH JA! Das wirst du – Man traut sich viel mehr auf so einer langen Tour. Und es wird genial – Das verspreche ich dir jetzt schon!

    „Neue Leute“
    Auf jeden Fall! Ich bin durch die Reise noch aufgeschlossener geworden und tatsächlich kann man unfassbar tiefe Gespräche führen, gerade mit Menschen die man nur ein paar Tage kennenlernt (zB auf einer Tour oder in der Unterkunft). Eben weil die einen nicht schon ewig kennen und nicht urteilen. Das ist ein absolutes Highlight einer so langen Reise. Also trau dich, wenns passt und der Gegenüber ebenso aufgeschlossen ist, auch deine Psyche auf den Tisch zu packen. Da kommen tolle Antworten bei rum auf die enge Freunde wahrscheinlich nie kommen, weil sie dich zu lange schon kennen und in eine Schublade schieben.

    Ich freu mich schon dich zu begleiten! Auch wenn das mein Fernweh befeuern wird :)

  • Wie du dich entwickelst und entfaltest ist wirklich eine Inspiration. Ich bewundere deinen Mut. (Bin auch sehr introvertiert, dazu noch agoraphobisch. Reise gern, aber es fällt mir immer alles sehr schwer.)

  • Ich bin schon alleine gereist( zwar nur eine Woche, aber war davor mindestens so ängstlich wie du) und habe absolut reizende Leute kennengelernt! Also, Mut und Lächeln, das funktioniert. Und für Lesetipps lege ich dir natürlich meine Seite ans Herz ;-).

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