Carinas Weltreise: Das Auf und Ab der Gefühle

Die ersten Wochen meiner Weltreise hatte ich mir anders vorgestellt.

In meiner Naivität dachte ich, ich starte in mein Abenteuer und abgesehen von etwas Jetlag würde ich 10 Monate in Glückseligkeit verbringen. Ein ekstatisches Gefühl von „das Abenteuer beginnt“ und „nichts kann mich unterkriegen“.

Nun ja. Statt purem Glück habe ich in den ersten beiden Wochen meiner Reise eine buchstäbliche Achterbahn der Gefühle erlebt.

 

auf und ab der gefühle

 

Die erste Woche hatte ich mit meiner Erkältung, einer unerklärlichen Allergie (Chlorhexidin du Arsch!), hartem Jetlag, einer Kakerlaken verseuchten Unterkunft und massivem Heimweh zu kämpfen. Ich war komplett unten durch. Nun neige ich natürlich gerne zum Jammern, aber noch nie hatte ich auf meinen Reisen ein solch gebündeltes Pech.

Aber auch in dieser verheulten Zeit gab es ein paar wundervolle Momente am sonnigen Strand von Punta Cana, in der leichten Meeresbrise. Ich streckte mein Gesicht in die Sonne und spürte in der Ferne, das bald alles besser werden würde.

In der zweiten Woche ging es zumindest mit der Unterkunft bergauf und die guten und schlechten Momente hielten sich die Waage. Hier mal ein nettes Lächeln der Verkäuferin an der Kasse (für mich bisher eine Seltenheit), kleine spanische Spracherfolge und entspannte Strandspaziergänge.

 

auf und ab der gefühle

 

Samstag war dann der erste Tag, an dem ich mich tatsächlich wie eine Weltreisende fühlte!

Ich unternahm meinen ersten Ausflug! Eine eigentlich ganz schnöde Saufschifffahrt nach Saona Island. Was den Tag so spannend machte? Meine erste „echte“ Bekanntschaft! Wie es das Schicksal haben will, traf ich auf dem karibischen Party Boot einen erzkonservativen, republikanischen Anwalt aus Washington D.C. Das kann auch nur mir passieren!

Wir redeten stundenlang über alles von Trump bis Schweinshaxen. Es war famos und ich fühlte mich bereichert. Trotz dunkelgrüner Nase nach 1 1/2 Stunden auf dem Katamaran.

 

Wait for it…

 

auf und ab der gefühle

 

Gut gelaunt machte ich es mir danach auf dem Balkon meiner Unterkunft mit meiner Brotzeit gemütlich. Nochmal kurz die Mails checken …

Mmmhhh… seltsam!

Eine Mail von meinem Münchner Nachbarn. Massive Probleme mit meinen Untermietern (auf die ich aktuell nicht eingehen kann).

 

Ich sag’s euch, das hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Nach einem kleinen Nervenzusammenbruch (die französischen Nachbarn im Hotel hatten beim Abendessen Live Drama!) war ich soweit und googlete Flüge zurück nach München. Ich hatte die Schnauze gestrichen voll.

(Ein langer Facetime Call mit meinen Eltern ließ mich die Seite aber wieder schließen)

 

 

Die Moral von der Geschicht‘?

Manchmal läuft es überhaupt nicht so, wie man sich das vorstellt. Ich werde auf dieser Reise sicherlich noch einige schwere Tage erleben (aber dann bitte mit etwas Abstand voneinander!). Aber je mehr Steine mir im Weg liegen, desto stärker werde ich.

Denn genau das war das Ziel meiner Reise – zu wachsen!

Ich lerne, jeden einzelnen Tag mit seinen neuen Herausforderungen zu bewältigen. Die Achterbahn der Gefühle wird weitergehen. Ich boxe mich durch. Aber alles wird gut.

 

 

Und jetzt brauche ich bitte zur Beruhigung eure gruseligsten Urlaubsstories!!! :D

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66 Comments

  • In meinem letzten Urlaub hat mich ein Typ verfolgt, der mir die Kamera klauen wollte. Ich hab mich in einem Café eingesperrt und mir hat die Bedienung nicht geglaubt, dass da so ein komischer Typ am rumlungern war… Seitdem hab ich echt Schiss mit der Kamera rauszugehen aber man will ja auch Fotos machen oder o_O

  • Huhu :)
    Oh, da gab es die letzten acht Jahre (ich bin fast konstant am Reisen) viele, aber mittlerweile nehme ich das Meiste nur noch mit Humor. So hat es mich nicht mal mehr aus der Ruhe gebracht, als ich in Indien in meiner vorgebuchten Unterkunft ankam und ein riesiges Loch in der Wand war..direkt neben dem Bett. Die „Lösung“ des Hostelbesitzers war es, da eine Pappe davorzustellen..fanden die Affen super und ich durfte dann nachts noch zu Fuß durch die Straßen laufen und eine neue Bleibe suchen, also genau das, was ich mal organisiert vermeiden wollte. Hab eine tolle Zeit in New Orleans, ich habe die Stadt damals absolut geliebt! Und falls du dir ein Auto mieten magst, Houston ist nicht allzu weit und ebenfalls vom Vibe her sehr spannend!

    Liebe Grüße aus Tel Aviv!

  • Gruselstories eher nicht, aber ich wurde bei einer meiner Exfreundinnen nicht so nett behandelt – musste meist auf dem Boden schlafen, als ich sie in GB (sie war zu Studieren dort) besuchte, wurde ich auch psychisch fertig gemacht, mit wie ich soll in ein Hostel etc blabla… damals war ich psychisch noch viel labiler (als mir recht war. leider!).*
    Zudem war am Abend vorm Flug meine Oma ins Krankenhaus eingeliefert worden – wir wissen bis heute nicht, was das genau war, sie behauptet es war ein kleiner Herzanfall…
    Beim zweiten Besuch hatte ich einen mega STress am Frankfurter Flughafen, ich bin wirklich voll gerannt und bin grad so knapp zum Gate gekommen – am Rückflug genauso! Inklusive super Erkältung. Und fast hätte ich meinen Pass am Schalter liegen gelassen, den mir die liebe Dame noch nachgebracht hat.
    Deshalb habe ich momentan noch wenig Lust auf Flüge mit Zwischenstopps…

    *muss sagen, bin 26 und habe erst vor Kurzem in den Niederlanden in einem Hostel übernachtet, hatte davor immer das Privileg, bei Freund_innen unterzukommen oder eben in einem ordentlichen Hotel zu schlafen.
    In den Niederlanden hätt ich mit 5 komischen Typen in einem kleinen Raum schlafen müssen, Feminismus_Emanzipation oder was auch immer hin und her, aber das war für mich dann nicht mehr ertragbar und ich habe wegen einem women-only-room gefragt, was ohne Probleme ging. hatte zwar einen größeren Raum, aber fast für mich alleine :D

    also… in Summe hatte ich extrem viel psychischen Stress, da wäre mir eine nicht funktionierende Dusche oder sonst was noch lieber gewesen…

    Und ja, Reisen ist für mich bzgl Anreise und Rückreise immer noch stressig, aber nachdem das sooo viele Menschen sagen – egal ob Mann oder Frau – fühle ich mich in der Mehrheit. ;)

  • Hallo Carina,
    ich hoffe, dass es bald so richtig bergauf geht mit dem Weltreise-Gefühl!

    Ein ddofes Erlebnis hatte ich mal in Argentinien. Während eines zweimonatigen Praktikums in Chile bin ich an den Wochenenden immer mal rumgereist. Alle haben so von Mendoza geschwärmt, einer Stadt in den Anden. Also bin ich los mit dem Bus, Serpentinen hoch etc. Schon bei der Abfahrt sagte mir jemand von der Busgesellschaft, dass ich die Einreisebestätigung aus Chile bräuchte, weil ich sonst evtl. nicht nach Argentinien reingelassen würde. Der Zettel lag aber natürlich in meinem Zimmer und der Bus sollte bald abfahren. Der Mann sagte, ich könne es riskieren oder nicht. Habe ich dann auch. An der Grenze musste ich das Ganze erklären, ich durfte dann aber trotzdem rüber. War ein bisschen Nervenkitzel.
    Das Wochenende war dann aber trotzdem doof. Ich reise nicht gerne alleine, und ich habe mich, glaube ich, noch nie so einsam gefühlt. In Santiago hatte ich wenigstens meine Mitbewohnerin (ich hatte ein Zimmer bei einer Chilenin gemietet) und Kollegen. Aber da saß ich in einer Pension, so richtig Anschluss habe ich nicht gefunden. Auch alleine im restaurant zu sitzen zwischen all den Pärchen uhd gruppen, fand ich irgendwie deprimierend.
    Ich wollte dann an einem der Tage in den Zoo dort gehen und bin durch den Stadtpark dorthin gelaufen. Ein Stückchen, nachdem ich an den letzten Leuten vorbeigekommen war (es war hellichter Tag, kam plötzlich aus den Büschen am Straßenrand ein Typ gelaufen, Hose runter, ziemlich große Erektion, Besenstiel in der Hand. Auf mich zu. Ich hab mich erschreckt, mir aber nichts anmerken lassen. Hab dann ganz ruhig und möglichst ohne Hektik die Straßenseite gewechselt und bin umgekehrt. Der belebtere Teil des Parks war zum Glück nur ein paar Meter weiter. Der Typ fuhr noch mal mit dem Fahrrad an mir vorbei und bog vor mir wieder ins Gebüsch auf der Straße, von der er wohl dachte, dass ich sie nehmen werde. Ich bin dann eine andere Straße gelaufen und ihm auch glücklichweise nicht mehr begegnet. Ich bin echt nicht sehr schreckhaft, aber das fand ich schon etwas gruselig.
    Ich hatte auch erst überlegt, der Parkaufsicht davon zu berichten, aber ich denke, mir hätte da eh keiner geglaubt – machismo lässt grüßen. Heute würde ich anders handeln (ist schon zwölf Jahre her).
    Immerhin war der Zoo schön…

    Viele Grüße
    Anja

  • Liebe Carina,

    ich verfolge auch deine Stories auf Instagram und finde sie wirklich super interessant. Oft gefallen mir Reiseblogs auf Instagram nicht so, da dort meistens nur die schönen Seiten und schicken 5-Sterne-Hotels gezeigt werden. Ich finde das sotoll das du auch negative Sachen zeigst (Wie die dicke Lippe :D)! Das macht dich so authentisch und man hat fast das Gefühl man würde einer Freundin zuhören. Es tat mir auch so leid, dass du so viele Unannehmlichkeiten hattest! Ich saß wirklich zu Hause in meinem Bett und hab mir nur gedacht: „Warum muss sowas ausgerechnet dann passieren wenn man einfach nur eine schöne Zeit haben möchte..“.. mit dem AirBnB, der Allergie und dem vergessenen Kindle der dann ja glücklicherweise doch noch aufgetaucht ist! Da habe auch ich aufgeatmet!

    Horror war bei mir bisher nur das Hostel in Dublin auf der Abschlussfahrt in der 12. Klasse. Die riesen Flecken auf den Matratzen und Haare in der Bettwäsche haben dazu geführt das ich jetzt vor jeder Reise eine riesen Panik vor der vermeintlich unsauberen Bettwäsche bekomme und am liebsten immer meine eigene Bettwäsche mitnehmen würde. Leider passt das insbesondere bei Kurztrips mit Handgepäck ja nicht ganz so gut.
    Ansonsten habe ich außer einem 3-Stunden-Flug mit 3 schreienden, in den Sitz tretenden und auf voller Lautstärke Nintendo spielenden Kindern noch keine Horror-Erfahrungen auf Reisen gesammelt. (Klopf auf Holz!)

    Ich wünsche Dir, dass die nächste Zeit deiner Reise entspannter und ohne blöde Zwischenfälle abläuft. Ich bin jedenfalls schon super gespannt auf weitere Berichte von dir!

    Liebe Grüße aus dem verschneiten Aachen!

  • Hier sind ja schon einige schöne Geschichten dabei…
    Hab auch schon einiges nicht so tolles erlebt auf Reisen…Danach hat man immer ne tolle Geschichte zu erzählen…:) und so wird es dir auch gehen. Am Ende wächst man an diesen Momenten.

    Alleine in den letzten 12 Monaten habe ich folgendes erlebt:
    – Auf dem WEg nach London in Brüssel gestrandet weil der Eurostarverkehr eingestellt wurde. 2 Mitarbeiter und ca. 500 Wartende.
    – Auf einer spanischen Autobahn mittem im Berufsverkehr rund um Bilbao ungeplant eine Vollbremsung mit dem Mietwagen gemacht weil dieser durch die Fahrassistenten plötzlich notgebremst hat bei zu geringem Abstand zum vorderen Auto
    – In einer uralten Billigunterkunft in San Sebastian fiel nachts der Strom aus. Um 3 Uhr nachts stand der Besitzer auf unserem Bett und hat die Stromkabel der Lampe durchgeschnitten, da er den Verdacht hatte, dass die den Kurzschluss ausgelöst haben. Konversation dabei nur über google Translate auf seinem Handy.

  • Liebe Carina, meine Urlaubshorrorstory ist vor vielen Jahren auf dem Weg nach Spanien passiert. Meine Eltern mein Bruder und ich waren mit dem Auto unterwegs. Nachts um 3 waren wir schon so gut in der Zeit, dass meine Eltern auf die Schnapsidee kamen, in Marseille anzuhalten. Im Nachhinein fragt man sich wirklich wie man auf die Idee kommen kann nachts um 3 mit dem oben hin bepackten Touriauto am alten Hafen von Marseille zu parken. Jedenfalls stiegen wir kurz aus und waren nur wenige Meter weg als es klirrte. Die Autoscheiben waren eingeschlagen und sämtliche Wertsachen sowie die Reiseunterlagen geklaut. Die nächsten Stunden verbrachten wir dann damit Anzeige bei der Polizei zu erstatten, natürlich total für die Katz, aber ich konnte immerhin mal mein Schulfranzösisch gut gebrauchen! Wir sind dann die 1000 direkt wieder heim gefahren, ohne Schlaf und mit gut Fahrtwind auf der Autobahn aufgrund fehlender Scheiben. Ich wünsch dir eine gute Reise in die USA mit hoffentlich wenig Stress Liebe Grüße, Carmen

  • Ohje da hat sich ja wirklich einiges zusammengetan. Aber ich finde du gehst es genau richtig an, wirfst nicht die Flinte ins Korn sondern versuchst Stärke daraus zu ziehen. Es kann ja nun wirklich nur bergauf gehen. Ich hoffe die Angelegenheit in deiner Wohnung klärt sich bald.
    Mein Horror Urlaubserlebnis fand in San Francisco statt. Ich bin mit meinen Freunden ganz unbedarft Bus gefahren. Mein Kumpel setzt sich in die letzte Reihe neben einen etwas fies guckenden Afro-Amerikaner, der ihn auf einmal total angeht, was darin endete das der meinen Kumpel packte und sagte: „You f***** Ni**er I’m going to kill you“ O.O Da haben wir es gehörig mit der Angst bekommen, der Bus hielt noch und alle glotzten, aber keiner tat was. Der Typ ist dann letztendlich ausgestiegen ohne was zu machen, aber wir waren trotzdem echt durch. Und das schlimmste war, dass wir den Typen später am Abend noch mal gesehen haben, in dieser riesigen Stadt, dann aber schnell die Seite gewechselt haben und er uns nicht sah. Das war wirklich richtig gruselig!! Lustige Sachen waren: Feueralarm im Motel-Zimmer auslösen, ich glaube mit dem Fön? ^^ und dann auf den Flur rennen, die Tür fällt ins Schloss und man kommt nicht mehr rein :P

    Viel Spaß in New Orleans
    Nadin

  • Hallo Carina,
    schön, dass es inzwischen für Dich bergauf geht :-) Das mit den Untermietern ist natürlich echt sch…ade, aber bestimmt kein Grund für Kurzschlußreaktionen. Hör auf Deine Eltern ;-)
    Ich weiß, dass ich auch schon furchtbare Urlaubserlebnisse hatte, mit Rumgeheule und Allem, aber weißt Du was, ich kann mich gar nicht mehr so wirklich an die Ursachen erinnern. Irgendwann im Nachhinein ist dann doch Alles nicht mehr so schlimm.
    Viele Grüße und danke, für Deine offenen Berichte,
    die Alex

  • Boooorrr das braucht ja echt niemand was du gerade hast.

    Das interessante dabei ist immer noch, dass auf deinen Bildern heile Insta-Welt scheint und die Texte dazu dann denken lassen „Ach nö, da wate ich dann doch lieber durch den Schnee“ :-D

    Die krasseste und schlimmste Urlaubsgeschichte ist Gott sei Dank nicht mir passiert, sondern einer Freundin, die gerade in Beirut war als der Sommerkonflikt mit Israel ausbrach. Sie musste dann von der Schweizer Armee evakuiert werden.

  • Hi Carina,
    Ich war letztes Jahr 3 Monate mit meinem Freund in Südostasien unterwegs.
    Wir hatten zwar in der ganzen Zeit nicht solche Erfahrung, wie die, die du gemacht hast. Aber Heimweh hatten wir auch. Wir waren am Ende sogar froh, wieder nach Hause fliegen zu können. Aber eins kann ich dir nach 4 Monaten zu Hause sagen: genieß die Zeit trotz Rückschlage. Es ist vermutlich die beste Zeit deines Lebens (ohne dein bisheriges Leben zu kennen). Das ganze wird dich stärker machen und am Ende wirst du zurückblicken können und sagen, dass du das geschafft hast. Diese Zeit bekommst du vermutlich nicht noch einmal. Wir schauen vor allem mit einem lachenden Auge zurück. Aber häufig ärgern wir uns auch über uns, dass wir die Zeit nicht mehr genossen haben. Klar läuft es nicht immer rund, aber das läuft es zu Hause auch nicht. Der Unterschied ist nur, dass man zu Hause im Alltag nicht damit rechnet und sich so eine Reise vorher wunderbar blumig und sonnig ausmalt. Halte durch und genieß jede Minute. Du wirst es nicht bereuen. Und ganz nebenbei: was gäbe es auch zu berichten, wenn alles rund laufen würde. Unsere Erzählungen bestehen meistens aus den „negativen“ Erfahrungen. Am Ende schmunzelt man darüber.
    Also alles Gute, viel Spaß und vor allem eine wunderbare Zeit! Und wenn du mal fragen hast, melde dich gerne!
    Liebe Grüße Jennifer

    • Danke liebe Jennifer! Ich möchte auf jeden Fall darauf achten, mir trotzdem jeden Tag bewusst zu machen, was das für ein Privileg ist! In Südostasien hatte ich auch noch nie Probleme… Wo wart ihr denn überall und wo hat es euch am besten gefallen?

  • Ich glaube, du hast schlicht und einfach den falschen Ort für deinen Start der Weltreise gewählt, Dom. Rep. hätte ich im Leben nicht gemacht und auch nicht mit gerechnet lol, aber ist sicher auch ne Erfahrung. Ab deinem nächsten Ziel wird alles besser, da bin ich mir ganz sicher. Also durchhalten! Ev. können deine Eltern mal nach deinen Untermietern schauen oder haben das bereits getan? Dann bist du auch hier beruhigter :-) Dir noch ganz viel Spaß und Glück, Elke

    • Dafür hatte ich wunderbaren Sonnenschein! Im Nachhinein hätte ich mich vielleicht doch für die DomRep entschieden, aber dafür im Resort.
      Die Untermieter Geschichte hat sich zum Glück erledigt!

  • Ohman, ohman. Ich hab ja schon auf Insta verfolgen dürfen, wie groß deine Startschwierigkeiten sind.
    Der Blogeintrag hat mich sehr gerührt, ich saß beim Lesen selbst in einer Achterbahn der Gefühle. Schön, wie du es schaffst, schlußendlich aus allem irgendwie ein positives Fazit zu ziehen.
    Ich glaube auch, dass du an diesen Erfahrungen wachsen wirst.
    Und ich wette, Amerika wird richtig genial! Bin schon ganz gespannt auf die nächsten Storys und Blogposts.
    Bis dahin wünsche ich dir einen guten Flug (wahrscheinlich eher gute Flüge, oder?) und bin gedanklich voll bei dir. Alles, alles Liebe und Gute!

    Mit einer Horror-Reisestory kann ich übrigens leider nicht dienen – ich komm nicht so viel rum, bis auf das ein oder andere unbequeme Bett im Hotel hab ich in den letzten Jahren keinen Horror erlebt

  • Also erstmal: Kopf hoch! Auf Reisen läuft meistens nicht alles glatt, aber wie du schon schreibst: man wächst an seinen Herausforderungen.
    Gruselurlaubsstories magst du hören?
    Meine letzte passierte Ende Juli. Ich war 4 Wochen mit dem Rucksack alleine in Ecuador unterwegs. Mein Rückflug ging von Quito über Panama nach Frankfurt. Montagmittag sollte es zurückgehen, Dienstagnachmittag sollte ich in Frankfurt landen. Ein wenig ankommen und dann donnerstags die erste Konferenz und Vorbereitungen für das neue Schuljahr, welches am Montag startete. Spontan entschied ich mich, einen Abstecher auf die Galapagos-Inseln zu machen. Um auf der sicheren Seite zu sein, wollte ich sonntags schon nach Quito fliegen um auf jeden Fall meinen Rückflug zu bekommen. Denn: da Galapagos spontan war, war dieser Flug natürlich nicht an meinen Rückflug gekoppelt. Das war der Plan. Soweit, so gut…
    Ich saß also brav am Sonntag am Flughafen auf Santa Cruz, alle Leute waren im Flieger drin, wir rollten los und… standen wieder. Triebwerkschaden – also alle wieder raus. Die Kommunikation war absoluter Rotz und dann hieß es: ab in ein Hotel, es geht erst am nächsten Morgen zurück. Am Flughafen habe ich dann noch versucht, alles zu drehen, was möglich war. Ich sollte einen früheren Flieger bekommen, mein Gepäck „Priority“ geboardet werden, in Quito am FLughafen sollte jemand auf mich warten, um mich gleich zum Check-In zu bringen und die Fluggesellschaft sollte informiert werden. Denn: ich hatte nur noch 1 h Zeit, um meinen Flieger zu erreichen.
    Die Realität sah dann wie folgt aus:der Flieger hatte 30 Minuten Verspätung, mein Gepäck kam als letztes und in Quito war niemand informiert. Ich hetzte zum CheckIn, der war schon geschlossen.
    Also saß ich dann da und habe mich durchgefragt, geheult etc. Aber es hat keinen interessiert. Fluggesellschaft A sagte, ich sei ja jetzt letztendlich angekommen, Fluggesellschaft B sagte, sie seien pünktlich geflogen, mein Problem, wenn ich nicht auftauche… Das ist dann das Problem an einzelnen Flügen. Mein Geld hatte ich aufgebraucht, die Kreditkartenautomaten am FLughafen waren defekt, ich saß da, ohne Essen, ohne Trinken, ohne Geld und ohne Hilfe. Mir wurde gesagt, ich könnte höchstens ein Ticket für in einem Monat kaufen, alle anderen Flüge seien voll.
    Aufgelöst schnorrte ich Leute um Geld, bzw. Essen an und war ziemlich kaputt. Irgendwann bekam ich von ein paar Mitarbeitern der Fluggesellschaft Chips und Gummibärchen und ein Trinkpäckchen. Bestimmt hätten sie das gar nicht gedurft, aber zum Glück hatten sie Erbarmen. Jemand anderes schenkte mir dann 10 Dollar, sodass ich mir zumindest bei irgendwas zu essen kaufen konnte. Per Handy buchte ich dann ein neues Flugticket für den nächsten Tag. Wie die Nacht war, kannst du dir vorstellen. In der lauten Abflughalle, hinter einem Schalter, auf dem Boden…
    Ich war körperlich und psychisch dann schon ganz gut gefordert und wollte für meinen neuen Flug einchecken. Da hieß es: 5 h Verspätung, in Madrid würden wir in ein Hotel gebracht werden und kämen dann am Donnerstag an.
    An diesem Punkt war es vorbei. Ich saß auf dem Gepäckband und habe nur noch geheult (im Nachhinein war das echt peinlich). Kein Spanisch ging mehr in meinen Kopf, ich habe nichts mehr verstanden. In der Schlange stand eine Frau, halb Ecuadorianerin, halb Schweizerin. Sie konnte dann prima dolmetschen und dem Personal klar machen, warum ich gerade so ausflippe. Nein, es geht nicht nur um die Verspätung, sondern das Gesamte.
    Irgendwann kam dann der Flieger und ich wurde als einzige auf den letzten Platz einer Maschine nach Frankfurt gesetzt.
    Es war trotzdem eine Zitterpartie, da dieser Flug komplett überbucht war.
    Letzten Endes kam ich dann Mittwochabend in Frankfurt an, nach 48 h mit kaum Schlaf (der Boden war nicht erholsam und auf der Langstrecke hat ein Baby neben mir permanent geweint, sodass auch keine Oropax halfen), wenig Essen und vor allem der ziemlichen psychischen Anstrengung.
    Ich war noch nie so froh, am Frankfurter Flughafen zu sein. Als ich aus dem Flieger im Landeanflug meine Wohnung sah, habe ich nur jauchzend am Fenster gehangen, konnte keiner der Umsitzenden verstehen, aber das war mir ab dem Punkt egal. Wie so ziemlich alles… Ich meine, ich sah aus wie sonstwas und mein Geruch war bestimmt auch nicht mehr der Beste.

    Letzten Endes habe ich es geschafft, werde immer wieder einen großzügigen Puffer einbauen und nach Möglichkeit nie wieder Flüge alleine buchen. Ging halt nicht anders, da Galapagos recht spontan war.
    Ich bin daran gewachsen und hey, ich habe jetzt immer eine Story zum Erzählen. Noch nie habe ich ein Schuljahr so chaotisch begonnen :-)

    • Wow das waren sicher 48h, die du nie wieder vergessen wirst! Ich wäre definitiv auch schreiend und heulend auf dem Gepäckband gehockt. Zum Glück konntest du noch einen Flug buchen!

  • Ich bin mir nicht sicher, ob es die Art von Geschichte ist, die du hören willst – aber mein schrecklichster Urlaub war die Rumänien-Rundreise letzten Mai. Nicht, weil das Essen so gar nicht mein Fall war, der Reiseleiter seltsam und wir die meiste Zeit nur im Bus verbracht haben – nein, der Horror kam, als wir wieder Zuhause waren: Der Person, die auf unsere beiden Katzen aufpassen sollte, ist ein ausgekommen und sie hat es nicht mal gemerkt bis wir sie abholen wollten!
    Wir haben dort jeden Grashalm umgedreht, hunderte Poster ausgedruckt und aufgehängt, alle Tierschutzhäuser und Tierärzte angerufen, online auf FB-Suchaufrufe gestartet… so haben wir auch eine Gruppe private Tierschützer kennengelernt, die uns mit Lebendfallen ausgeholfen haben. Nach zig durchwachten Nächten (verängstigte Katzen kommen eher in der Dunkelheit vor) konnte wir unser Mädchen durch sehr, sehr viel Glück wieder einfangen – und wie durch ein Wunder war sie bis auf einige Zecken, einen riesigen Schock und der Tatsache, dass die offensichtlich die ganze Zeit NIX gefressen hat, unversehrt.
    Inzwischen ist sie auch wieder ganz die Alte, uns ist die Lust aufs Reisen aber gründlich vergangen…

    • Oh Gott, die arme Mietzi!!! Was war das denn für eine Person?! Ist ja unmöglich!

      Meine Mietzi ist zum Glück in den besten Händen bei meinen Eltern. Wenigstens da muss ich mir wirklich keinerlei Sorgen machen!

  • Meine erste Auslandsreise und damit auch Hochzeitsreise ging nach Rom.
    Reisen stressen mich generell ganz extrem..Vor allem An- und Abreise. Der Rückflug sollte um 13Uhr gehen..Also wollten mein Mann und ich mit dem Taxi des Hotels zeitig zum Flughafen.
    Meinem Mann fiel schon die kleine leuchtende Warnlampe im Auto auf, aber er sagte nichts.
    Auf der Autobahn bemerkte dann auch der Fahrer das Problem und steuerte fluchend eine Tankstelle an… ein Reifen verlor Luft. Der Fahrer füllte Luft nach und wir fuhren weiter, doch das Auto begann zu schlingern..Ich bekam schreckliche Angst und wollte gern ,dass wir anhalten.. Aber der Fahrer fuhr selbstbewusst bei 120km/h weiter.. schließlich wollte er uns pünktlich abliefern. Irgendwie sah ich uns schon mit der Karre verunglücken…
    Völlig fertig mit den Nerven erreichten wir den Flughafen. Wir checkten ein und warteten..
    Es wurde 13 Uhr.. Die Anzeigetafel prophezeite eine Verspätung von 2 Stunden… „och nee..“
    Also gut… Essen, lesen… es wurde 15Uhr..
    Die Anzeigetafel sprang auf 19Uhr… auf 20Uhr…
    Tatsächlich hoben wir um 22Uhr endlich ab…endlich. Ich wollte doch nach Hause…
    Als Grund wurde schlechtes Wetter angegeben.
    Auch keine Umbuchung war möglich.
    In Köln-Bonn gelandet mussten wir dann noch eine ganze Stunde warten, bis alle Koffer da waren… 2 unserer 5 Koffer (Shopping eben ;))
    kamen als letztes aus dem Flugzeug… Ich dachte schon sie seien weg…
    Um 1Uhr nachts waren wir endlich zuhause und ich war so kaputt, dass ich ganz traurig war, anstatt an den schönen Urlaub zu denken. Am nächsten Tag ging es dann wieder, aber dieser Reisetag war echt Horror.

    Dann gab es natürlich noch übliche Reisepannen an anderen Orten…
    Steinharte Matratzen, die dafür sorgten dass ich mitten am Tag überall einschlief, weil ich so unausgeruht war..
    Blödes Hotelessen.
    Ein kleiner Autounfall, der uns den ganzen Urlaub beschäftigte und unser Auto vom ADAC nach Hause transportiert werden musste..
    Magen-Darm Infekte..

    Du siehst..bei anderen läuft auch nicht immer alles glatt :D

  • Ach Carina, Shit da kommt soviel zusammen! Kann ich verstehen, dass Du da erstmal ans aufgeben denkst. Ich hoffe deine Eltern können das mit den Untermietern lösen. Ich drück Dir fest die Daumen. Ich kann Dir eine echt gruselige Story erzählen aus einem Familien-Djerva-Urlaub mit meinem Mann und meinen beiden Kindern. Damals 7 und 9 Jahre alt. Wir hatten eine 2-tägige Ausflugsfahrt in die Wüste mit Kleinbus und 6 Mitreisenden gebucht. Kinder in dem Alter sind halt auch mal quengelig, erst recht wenn es stundenlang durchs Land geht….es war ein älteres und ein jüngeres Pärchen und eine Alleinreisende Anfang 20igerin und eine ältere Dame um die Ende 60 dabei. Schon während der Fahrt, den Ausflügen und speziell abends beim Abendessen immer wieder böse Bemerkungen insbesondere bin der Älteren über unsere Kinder „ wie kann man so kleine Kinder zu so einem Ausflug mitnehmen“ „ unerzogene Gören“ „sind die anstrengend“. Nur der Busfahrer und zeitgleich Reiseleiter beruhigte uns immer wieder, dass die Fahrt ganz klar auch für Familien und insbesondere Kinder angeboten wird und die beiden absolut erträglich seien. Tja ganz ehrlich so schlimm wären sie auch gar nicht, aber ok. Die Alte hatte dann abends beim Essen dagestanden, hat uns angeschaut und richtig fixiert und leise vor sich hingemurmelt. Ohne scheiss es kam mir vor wie Verschwörungsformeln von einer Hexe. Hat mir richtig Angst gemacht. Zudem sah sie auch echt wie ne Hexe aus. Ich war so froh, als die zwei Tage rum waren. Tja das Ende vom Lied: ich hatte ganz viele Fotos gemacht und insbesondere auf dieser Tour……als wir nach Hause kamen ließ ich die Fotos entwickeln. Damals war nix digital…..ich hol die Fotos ab, denk mir schon „komisch so dünnes Päckchen….kann doch gar nicht sein…“ ja was soll ich sagen. Keines der ca 250 Fotos ist was geworden, alle waren einfach nur grau. Kann sein Zufall, weil sie überbelichtet wurden, vielleicht beim Durchleuchten. Aber ich schiebe es heute noch auf diese Hexe.

  • Wir sind bis ich 12 war jedes Jahr nach Spanien gefahren. Meine Mutter ist Spanierin, was so oft unsere Rettung war. Einmal ist mein Vater die Treppe runtergefallen und kriegte das Bein bis oben hin zugegipst und lief an Krücken. Weil er die ganze Strecke immer gefahren ist musste wir mit dem Zug wieder heim. Ein anderes Mal ist auf der Hinfahrt due Karre verreckt. Die Polizei musste uns in den nächsten Ort fahren wo wir festsaßen, weit weg von Strand, Meer und netter Umgebung… Ich glaub sogar das war der gleiche Urlaub… Hihi naja. Wenns gut lief und nix passierte hatten wir Ferienwohnungen, was für meine Mutter bedeutete alles wie zuhause, kochen, putzen, Wäsche waschen. Ich glaube das gehört zum Urlaub und wir sind in einer ungewohnten Umgebung und das ist emotional schon schlimmer als es zuhause wäre. Du wächst daran, es wird toll werden, ganz sicher!!

    • Bei uns waren das früher die Trips nach Italien. Jedes Jahr die erste Septemberwoche nach Lignano. Von 4h-10h Fahrt war alles dabei! Für meine Mama war es auch nur ein halber Urlaub… und damals gab es auch kein Booking.com oder Bewertungen, also hatten wir auch einige greisliche Ferienwohnungen…

  • Das gehört alles dazu. Die. ungewohnte neue Umgebung, Heimweh. Lasse alle Gefühle zu. Akzeptiere die Situation. Und kotze dich hier ruhig aus. Es wird alles besser, wirklich. Genieße es. Wer kann denn schon eine Weltreise machen? Sei stolz auf dich. Wirklich. Hier geht es uns auch nicht besser. Kälte, schlecht gelaunte – undankbare Menschen. Der Alltag. Lasse es dir gut gehen, das wird schon :)

  • Oh man das mit den Untermietern ist ja echt scheiße. Hoffentlich haben sie nicht die Wohnung verwüstet.
    In Straßburg hatten wir mal eine echt beschissene Hotel Übernachtung und das für 220€ die Nacht.
    Es war einfach nur Sau eng……schon der Flur zum Zimmer war ne Katastrophe. Man musste durch die Hotelküche durch mit allen Koffern….
    Das Zimmer war absolut gruselig. … Es war keine Tür an der Toilette und auch nach 18 Jahren Beziehung möchte ich nicht dass mein Mann mir auf dem Klo zuschaut……. Echt abartig.
    Das Zimmer war zudem so eng dass ich vor lauter Platzangst schlechte Laune hatte *gggg*
    Wir sind nach einer Nacht abgereist und mussten die zweite geplante, zum Glück nicht bezahlen.
    Nie wieder gebe ich was auf Bewertungen……denn die passten null zu diesem komischen Grusel Hotel.

    Ich bin gespannt wie deine Reise weiter geht.
    Liebe Grüße

    • Bei AirBnB Bewertungen bin ich auch sehr kritisch geworden… Krass, 220EUR?! Mein Horror sind Hotelzimmer ohne Fenster… Hatten wir in Asien öfters. Da weigere ich mich mittlerweile!

  • Ich bin nach dem Abi für 8 Wochen durch Kanada gereist. In einem Hostel in Vancouver wurden mir mein Pass und alle Karten geklaut.

    Ich dachte in meiner Naivität, dass mir als Deutsche bestimmt ganz freundlich auf der deutschen Botschaft geholfen wird.

    Aber das war wohl nix. Ich war eh schon fertig mit den Nerven und diese dämliche Mitarbeiterin auf der Botschaft hatte nix anderes zu tun , als mich anzupflaumen, warum ich mich net ausweisen kann

  • Puh. Wohnung untervermieten hätte ich mich auch echt nicht getraut, auch weil dann der Notausgang nach Hause so definitiv geschlossen ist… Und Untermieterhorrorstories kenne ich inzwischen einige! Ich fühle mit dir, das muss schrecklich sein. Vor allem, falls du denen kündigen musst und deine Finanzierung dann zusammenbricht. Aber hoffentlich kommt auch so alles in Ordnung, ich drücke die Daumen!

  • Wir waren im Juni in Kuba. Ich hatte nach fast einem Jahr endlich mein Examen in der Tasche und da ich die ganze Zeit trotz Nervenzusammenbrüchen, Panik Attacken und rumgeheule überstanden hatte, wollten wir uns was besonders gutes tun und haben 2 Wochen Kuba gebucht. Es folgte der absolute Horror Urlaub, das Hotel war ein kleiner Alptraum, das Zimmer heruntergekommen, das Essen absolut ungenießbar. Ich übertreibe nicht: das Brot war in den 2 Wochen nur ein mal frisch und nicht steinhart und zäh, die Pommes selten gelb und nicht schwarzbraun. Als Abschluss kam dann noch kurz vor dem Rückflug eine Lebensmittelvergiftung dazu, die dem ganzen die Krone aufsetzte :D leider war das Hotelpersonal ziemlich zänkisch und unfreundlich und im allgemeinen haben wir die Erfahrung gemacht, dass alle nur nett sind, solange das Trinkgeld fließt und man alles lobt und keine Probleme hat und diese anspricht
    Ich kann gut verstehen, dass man in manchen Situationen am liebsten sofort die Koffer packen würde. Aber ich bin mir sicher, du wirst alle Herausforderung meistern und eine wunderbare Reise haben :)

    • Obwohl ich Kuba irgendwann bereisen möchte, bin ich ehrlich gesagt froh, dass mir der Flug dorthin zu teuer war. Ansonsten wäre ich nach der DomRep nämlich auf die Nachbarinsel geflogen. Aber so ist es mir deutlich lieber, allein schon weil ich nicht ohne Wlan könnte :D

  • Als ich ein halbes Jahr in die USA gegangen bin für ein Praktikum, hatte ich zuerst den Anschlussflug verpasst. Habe mich dann mit 5h Umweg umbuchen lassen. Bin nachts um 1 Uhr (also 7 Uhr morgens unsere Zeit) nach 24h Reise in Philly angekommen, wo meine 2 mir unbekannten männlichen Mitbewohner auf mich gewartet haben. Mein Koffer war verschollen. Völlig mundtot saß ich mit 2 Fremden im Auto auf den Weg in eine fremde Stadt, in ein fremdes Zimmer und dann wurde die Autobahn noch komplett gesperrt wegen einen schlimmen Unfall direkt vor unseren Augen. Ich war so durch – und das allein in nur 24h. Der Koffer wurde am nächsten Tag gott sei dank mitten auf’s LiveAid Konzert nachgebracht, auf dem ich in den gleichen Klamotten wie seit 48h war. Dann 4 Wochen später, nachdem mein Praktikum begonnen hatte, wurde mir kein Gehalt überwiesen – irgendwelche Infos hätten gefehlt. An dem Tag wurde noch mein Auto angefahren. Heute seh ich’s mit Humor. Da hat das Abenteuer echt gut begonnen. Im Nachhinein war’s das geilste halbe Jahr meines Lebens.

  • Puhhh so total gruslig nicht aber ich bin daran gewachsen.

    Erster Urlaub mit meinem Türkisch stämmigen Freund in der Türkei. Bei einem Tagesausflug ist uns ein Motorradfahrer der die Ampel ignoriert hat mit voller Wucht ins Auto gefahren. Genau in die Beifahrerseite wo ich saß. Okay passiert ist uns nichts aber dem Motorradfahrer ging’s nicht gut mit offenem Bruch usw. Krankenwagen kam nahm ihn mit wollten mich auch gleich noch einpacken (konnte ich fast nicht abwehren weil wir uns nicht verstanden haben) Mein Schatz war gerade am organisieren der Polizei. Das Beste war dann noch als die Polizei endlich da war, war das Motorrad verschwunden/der Verletzte wurde so wie er war wieder aus dem Krankenhaus geholt (unverarztet weil er sich vor Eintreffen der Polizei vom Krankenwagen mitnehmen lies). Nach ein paar Stunden (wir wurden immer ängstlicher, weil plötzlich immer mehr Familienmitglieder von dem Gegner aufgetaucht sind) tauchte auch wieder das Motorrad auf und wir bekamen Mitschuld obwohl der andere keinen Führerschein hatte, nur weil wir die Wahrheit bzgl. der Geschwindigkeit gesagt haben ☺️ (Gemessen hat das keiner)

    Ich wünsche dir alles schöne für deine weitere Reise und lass dich nicht unterkriegen.

  • Urlaub in callea an der Costa brava in den schlimmsten Hotel mit versoffenen Engländern und Dauerlärm ! Am 1. Tag so hart von einer Welle getroffen , das ich auf dem ohr sofort taub war ! Besuch in der notaufnahme , zimmerwechsel , wir haben das beste draus gemacht ! Am ersten Tag sofort rüchflüge gegoogelt , aber wir wollten doch noch nach Barcelona ! Wir haben es durchgezogen und waren 2 mal mit dem Zug in Barcelona ! Das hat für alles entschädigt !

  • Liebe Carina,
    Hut ab dass du noch nicht wieder im Flieger nach München sitzt! Ich habe nach meinem Abi Work&Travel in Australien gemacht, und bin deutlich früher heim als ich wollte. Ich hatte Heimweh, komische Leute, komische Erlebnisse, komische „Work“-Erfahrungen.. hat nicht so sollen sein. Trotzdem möchte ich keine Erfahrung davon vermissen und kann heute (10Jahre später) sagen dass es eine super Zeit war die mich viel gelehrt hat.

    Hier eine kleine Anekdote von damals:
    Ich war in Brisbane in einem Hostel und hatte meinen Rucksack (inkl. Kamera) in ein Schließfach eingesperrt. Es war so ein normaler Schließfach-Schrank, draußen auf der Terrasse (wieso auch immer), mit mehreren Fächern über einander. Mein Fach war das untere direkt zum Boden. Leider hat es in der Nacht so geregnet dass die Fächer mit Wasser voll gelaufen sind. Du kannst dir bestimmt denken was mit meiner Kamera passiert ist :( Vom Hostel-Personal hat sich keiner zuständig gefühlt und ich hätte meine Sachen da ja auf eigene Verantwortung eingesperrt.. Naja.. in der gleichen Nacht war ich auch noch in einem Mehrbett Zimmer mit einem wirklich komischen Kerl. Der hat mich und die anderen Mädels und Jungs im Zimmer so zugeschwafelt mit wirren zeug und dann ewig Fern gesehen. Ich habe in der Nacht in voller Montur geschlafen (Schlafanzug, Jogging Hose und Regenjacke). Und hatte eine volle Wasserflasche und einen Reiseföhn neben mir falls er auf dumme Ideen kommt. Das war was sag ich dir.. :P

    Ich drücke dir aber jetzt die Daumen dass sich alles Regelt und du in einem Jahr auf jeden Fall über diese Abenteuer lachen kannst :)

    Dana

    • Du bist die Erste, die nicht zu 100% von Australien begeistert war! Sonst höre ich über das Land nur absolute Liebesgeschichten!
      Ich bin echt froh, dass ich meine „gute“ Kamera Zuhause gelassen habe… Aber wenn meinem Handy oder Laptop was passiert, bin ich auch aufgeschmissen!

  • Du erinnerst mich dran warum ich nicht gerne verreise. :D Ich mag den Stress nicht, ich mag die Planung nicht.
    Meine schlimmste Urlaubsstory: Mein Freund hatte keinen gültigen Reisepass mehr und wir wollten in die Türkei. Er kam, ich glaub, 3 Tage vorher drauf. (am Wochenende, gefolgen sind wir Dienstags) Als Österreicher dürfen wir aber leider nicht mit Perso einreisen. Also erkundigt – Mit Notpass und Bestätigung aus dem Türkischen Konsulat darf man auch einreisen. Wir kommen aus Tirol, das Konsulat ist in Salzburg, geflogen sind vor von München weg..
    Im Konsulat konnte natürlich keiner der Angestellten Deutsch, zum Glück aber der Großteil der dort wartenden türkischen Leute. Die haben uns dann so gut es gin alles übersetzt und viele Tränen später haben wir es tatsächlich in die Türkei geschafft.
    War der bisher letzte Urlaub mt meinem Freund alleine. Ich hab keine Lust mehr auf den ganzen Ärger.

  • Oh man, das ist ja wirklich ärgerlich, dass gerade alles so gebündelt kommt.
    Ich hoffe die Probleme mit den Untermietern lassen sich schnell klären. Ich drücke dir die Daumen, dass es ab jetzt nur bergauf geht.
    Ich finde es toll, dass du uns hier so ehrlich auch an den schwierigen Momenten teilhaben lässt, und nicht nur hübsche Neid-Instagram-Bilder postest.

  • Oh NEIN!! Du Arme!! Nee nee, keine Gruselstories!! Denk nur an Gutes, Positives, Nettes!!
    Vielleicht war die DomRep nicht das richtige Land, für einen Start. Vielleicht wäre ein Land mit herzlicheren Menschen besser gewesen… aber… denk daran, wie man in Deutschland fast allerorts behandelt wird… im Geschäft wie ein Störenfried, auf der Straße wie ein Gegner, im Club wie ein Konkurrent und im Restaurant wie ein Pedant… grins… kann doch andernorts nur besser sein, oder? ;-)
    Ich wünsch Dir alles, alles Gute für Deine weitere Reise!! Denk immer positiv und lass Dich nicht unter kriegen. Du hast so lange dafür gearbeitet, Dir Deinen Traum zu erfüllen!!

    • Neeee also da lobe ich mir die Münchner „Freundlichkeit“. Ein Hallo, Danke und Tschüss an der Kasse ist für uns so selbstverständlich. Hier wurde ich mit Augenrollen und keinem weiterem Wort bedient.

  • Herrje du Arme! Die Allergie hast du aber wieder im Griff, der Jetlag ist weg und die neue Unterkunft besser. Bleibt noch der anscheinend selten dämliche Untermieter – und da kannst du gerade kaum etwas tun, richtig?

    Mein Lieblingssatz bei solchen Gelegenheiten ist: Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende.(Hat Oscar Wilde gesagt und der hatte meistens Recht.)

  • Ich habe die meisten Dramen deiner noch kurzen Weltreise auf Instagram mitverfolgt und war schokiert. Das Unterkunftsdesaster erinnerte mich an eine ähnliche Geschichte, die mir und meinem Freund letztes Jahr in Irland passiert ist. Durch meine Mutter kamen wir auf einen Bekannten über fünf Ecken, der wohl in Kerry ein tolles kleines haus haben soll. Das war quasi der Ruf aus der Ferne, doch endlich Mal Irland zu bereisen. Gesagt, getan. Flüge gebucht mit dem Gedanken, dass man ja für 7 Nächte eine wirklich günstige Unterkunft in toller Lage hat. Als wir dort ankamen war es allerdings furchtbar. Uns wurde versichert, dass es etwas „rustikal“, aber wirklich schön ist. Kaum haben wir das Haus betreten, kam uns ein bestialischer Benzingeruch entgegen – die Heizung war kaputt. Es wäre am Tag vorher ein Handwerker da gewesen, der konnte aber wohl nichts machen ohne neue Teile. Das war aber quasi nur die Spitze des Eisberges. Kaltes Wasser, keine Heizung, eine wirklich unfassbar ungemütliche Einrichtung, ein dreckiges Bad, dreckige Bettbezüge…. All das hat sich aufaddiert so dass ich den „Vermieter“ (es war ja unter der Hand, also nichts über airbnb oder ähnliches) angerufen und ihm abgesagt habe. So mussten wir ganz spontan vor Ort für 7 Nächte Unterkünfte finden, die unser Budget nicht sprengen. Es war auf jeden Fall ein abenteuerlicher Urlaub Heute lachen wir drüber… Vor Ort war mit zum Heulen zumute.

    • Ach wie ärgerlich. Gerade bei solchen Insider Empfehlungen hofft man doch auf eine schöne Unterkunft! Wo ich auch sehr pingelig bin sind saubere Betten. Wenn die Bettwäsche stinkt oder Haare unter dem Kopfkissen sind, werde ich zur Wildsau!!

  • Liebe Carina, ich habe ein paar Mini-Grusel-Stories aus meinen Urlauben, aber die sind eigentlich lächerlich… hier die, bei der ich auch im Nachhinein immer noch Angst bekomme:
    Auf den Seychellen habe ich todesmutig ein Auto gemietet und wollte mit meinem Mann die Insel erkunden. Im Linksverkehr. Muss dazu sagen, ich fahre fast nie Auto und mit Linksverkehr habe ich gar nix am Hut. Naja, natürlich direkt verfahren, ohne Navi, völlig aufgeschmissen, dann plötzlich zur Rush Hour in der Hauptstadt gelandet und danach kam uns noch auf total enger Straße in einer Kurve ein Auto auf unserer Fahrspur entgegen, das gerade überholte. Muss dazu sagen: Keine normale Straße, sondern links Berg, rechts Abhang ohne echte Begrenzung…
    Es ging soweit alles gut, aber ich saß tränenüberströmt am Lenkrad und habe es noch gerade so in unser AirBnB geschafft…

    Mein Sabbatical beginnt im März für dreieinhalb Monate, danach habe ich bestimmt auch noch mehr Gruselgeschichten.

    Das mit den Untermietern ist natürlich ein echter Alptraum; ich habe mich deswegen entschieden für unser Sabbatical keine Untermieter zu nehmen und in den sauren Apfel zu beißen. Ist natürlich doof, aber für drei Monate können wir die Miete noch so aufbringen. Du bist ja deutlich länger nicht da.

    • Hach ja der wunderbare Linksverkehr. Hatte ich in Thailand auf dem Roller, aber da ist zum Glück alles (überraschend) gut gegangen!
      Ohne Untermieter hätte ich die Wohnung kündigen müssen. Eine Münchner Wohnung zahlt man nicht so nebenbei und macht Weltreise!

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