Der erste Monat Weltreise

Ich bin doch erst vor ein paar Tagen aus dem verregneten Münchner Winter in die völlig verspätete Maschine nach Punta Cana gestiegen?

 

 

Wahnsinn, schon einen ganzen Monat bin ich nun auf Weltreise. Einer von elf ist geschafft! Obwohl ich Pessimist bis zu den Knochen bin, hatte ich nicht gedacht, dass der Start meiner Reise so verhunzt sein würde. In der Dominikanischen Republik habe ich mich von Katastrophe zu Katastrophe gehangelt und mich nur darauf konzentriert, Tag für Tag zu überstehen.

(2 Mal hatte ich den Flug von Santo Domingo nach München im Warenkorb)

 

 

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So, dann geht’s wohl los! ✈️#carinasweltreise

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Die grausige Unterkunft, das Drama mit meinen Untermietern und die plötzliche dicke Lippe lenkten mich komplett von der karibischen Schönheit ab. Aber auch das gehört zum Erlebnis Weltreise. Oder wohl eher zu MEINEM Erlebnis Weltreise.

 

Was habe ich aus diesem verkorksten Start gelernt?

  1. Es kann nur besser werden! (Ein Satz, den ich mir jeden Tag 50 Mal vorgebetet habe)
  2. Ich lerne jedes kleine Erfolgserlebnis zu schätzen.
  3. Wenn etwas glatt läuft, sehe ich es nicht mehr als selbstverständlich sondern freue mich umso mehr. Gepäck angekommen? YAY!

 

 

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Zum Glück ließ der Neustart in den USA aber nicht lange auf sich warten. New Orleans war einfach perfekt (sobald ich mein Gepäck wieder hatte…). Die AirBnB Unterkunft, die immer nach süßen Keksen roch. Das angenehme Wetter, nicht zu heiß und nicht zu kalt. Die ausgelassene Stimmung mit spontanen Tanzeinlagen. Die kleinen Kontakte mit anderen Reisenden und Einheimischen. Die wundervollen Häuser und das gute Essen.

Seit ich in Texas bin, schätze ich meine Unabhängigkeit. Ich mache genau das, wozu ich Lust habe. Und wenn das Frühstücken bis 11 Uhr, Kino und Tacos bedeutet, darf ich kein schlechtes Gewissen haben! Denn viel mehr gibt es hier auch nicht zu tun.

 

 

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Natürlich sind auch immer mal wieder Momente dabei, in denen ich mich einsam fühle. Oder ich mache mir Druck, etwas Spektakuläres unternehmen zu müssen. Aber langsam muss ich akzeptieren, dass ich nun mal keine Rampensau bin und mir stundenlange Spaziergänge, gutes Essen und Supermarkt Bummel mehr liegen, als Margaritas an einer Bar. Damit habe ich gerade zu kämpfen. Zu akzeptieren, wer ich bin, aber trotzdem Neues auszuprobieren und mich zu pushen.

Texas war bisher gut zu mir. Ich habe mir den kontroversen Staat bewusst ausgesucht und fühle mich ganz in Ordnung. Es gibt in den Städten nicht viel zu sehen und es ist keine große Liebe wie New Orleans. Meistens bin ich alleine in der verlassenen Innenstadt unterwegs und gehe in Museen, ins Kino oder zum Sport (SoulCycle Groupie!). Aber es geht mir gut und verlasse jeden Tag meine Komfortzone.

 

Ich genieße den Alltag, bevor es am Sonntag dann wieder aufregender wird. Dann fliege ich zur nächsten Station meiner großen Reise!

 

Erratet ihr, wohin es geht?

Tipp: Vivaaa….!

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24 Comments

  • Alle paar Wochen lese ich alle deine neuen Beiträge und freue mich irgendwie jedes mal darüber :)

    Ich bin jetzt seit über einem halben Jahr unterwegs und es ist interessant, wie man auch immer wieder wer anderes ist.
    Ich hab aufgehört zu denken, ich bin so und so. Ich bin bestimmt zwei Monate lang um 19/20 Uhr ins Bett gegangen und hab geschlafen, weil ich müde war, viel unterwegs und einfach dachte, ich muss meine Reise nicht mit Feierei verhunzen. Und plötzlich war ein neuer Monat, ein neues Jahr und ich saß an Bars und hab Margaritas getrunken, habe junge Leute in den jeweiligen Ländern kennen gelernt, bin mit einigen von ihnen sogar längere Zeit in alten VW Bussen durch die Gegend gereist. Und das obwohl ich dachte, dass ich genau so nicht bin!
    Es ist einfach interessant, wie man verschiedene Phasen durchmacht oder eben auch nicht. Aber ich versuche mich nicht mehr in eine Schublade zu stecken. Ich will zu Hause bleiben? Gut. Ich will bis 8 Uhr morgens durch die Clubs in Buenos Aires ziehen? Auch gut!
    Ich find es toll, dass du dir auch so viele Gedanken zu dir selbst machst und vielleicht erlebst du auch noch die ein oder andere Überraschung :)

    Viele liebe Grüße
    Julia

    P.s.: es gibt nichts besseres als durch Supermärkte in fremden Ländern zu spazieren :)

    • Danke für den tollen Kommentar liebe Julia! Das macht mir wirklich Mut und du hast absolut Recht. Gerade das Reisen ist dafür da, aus der eigenen Schublade auszubrechen. Ich darf mir nicht so viele Gedanken machen, was angeblich gut für mich ist, sondern muss mich einfach treiben lassen.
      Wird Zeit, dass ich in Hostels mal andere Reisende kennenlerne und mich mit ihnen austausche!

  • Ich finde es sehr faszinierend, was Du erzählst und zeigst…… und dass Du auch das Negative erzählst!
    Ich musste an Dich denken, als ich heute, an einem so tollen sonnigen Sonntag nicht wusste, was ich alleine unternehmen könnte……. weil mein Mann keine Zeit hatte mit mir unterwegs zu sein.

    Ich kam mir selbst auf einer Spazierrunde doof vor, weil ich alleine da rum lief und bin wieder nachhause. Ist das nicht wirklich bescheuert? Du reist alleine durch die Welt und ich bewundere es.total.

    Las Vegas ….. ich bn so gespannt auf Deine Stories.

    LG Martina

    • Das braucht Zeit. Vor 3 Jahren wäre ich niemals allein ins Kino gegangen! Ich find’s super, dass du trotzdem alleine raus bist. Mach das einfach öfter und du wirst dich jedes Mal etwas wohler fühlen! Du brauchst keinen Mann, um spazieren zu gehen ;) Vielleicht wären Podcasts oder Hörbücher auch was für dich!

  • Doll, jetzt hab ich einen Ohrwurm ;)

    Eine Kollegin hat tatsächlich heimlich in Las Vegas geheiratet, superkitschig, aber toll :)

    Da bin ich jetzt mal gespannt, was Du dort erlebst! Hab eine tolle Vegas-Zeit!!!

    Liebst
    Die langsam genesende Bine

  • Ich verfolge auch sehr gespannt deine Insta Stories. Du hast meinen höchsten Respekt, das du ganz alleine unterwegs bist. Ich bewundere dich sehr dafür. Sogar mein Mann fragt ab und zu nach dir. Ich hatte ihm von deinem allein Trip erzählt.
    LG Andrea

  • Las Vegas ♥️
    Hatte sehr gehofft, das du dorthin reist .
    Wir ( mein Mann, ich und 2 Kinder) sind vor 3 Jahren die Westküste entlang gefahren, und haben uns in Las Vegas verliebt. Bin ganz gespannt wie du es finden wirst.

  • Ich bin hin und her gerissen. Auf der einen Seite finde ich das was du schreibst sehr nachvollziehbar und gut, auf der anderen Seite denke ich – hast du Margaritas an einer Bar mal wirklich ausprobiert? Manchmal ist die Komfortzone nicht nur ein bestimmter Ort, sondern eben solche Aktivitäten. Klar ist gemütlich frühstücken spazieren und Leute beobachten auch mal spannend, aber gerade Interaktion mit anderen Leuten erfordert mehr Mut und bereichert in der Regel nachhaltiger. Ich glaube es würde dir gut tun, dich von deiner „ich bin nun mal so und so“ zu lösen und einfach mal etwas komplett neues zu machen.
    Das hört sich jetzt negativ an, ist aber nicht so gedacht, da ich das Gefühl habe, dass du grundsätzlich sehr oft neue ding versuchst. Es sollte deswegen nur ein Denkanstoß sein.
    Viel Spaß noch und viele tolle Erlebnisse!

  • Liebe Carina,
    ich verfolge dich aktiv hier und auf Instagram seit Beginn deiner Weltreise und schätze dich sehr für deine Ehrlichkeit. Du bist eine unglaublich starke, sympathische Frau und ich finde es faszinierend wie du dich alleine durch alle Katastrophen beförderst.
    Du hast meinen absoluten Respekt verdient!
    Ich vermute dein nächster Stop wird Las Vegas. Wenn ja, dann wünsche ich dir unheimlich viel Spaß dort. Ich war selbst vor 2 Jahren da und war geflashed. So sehr, das ich unbedingt noch einmal hinreisen möchte.
    Liebe Grüße aus München
    Julia

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