Carinas Weltreise: 20 Japanische Merkwürdigkeiten

Die japanische Kultur ist besonders. Die vergangenen beiden Wochen bin ich mit offenen Augen und Ohren durch dieses Land spaziert. Dabei sind mir einige kleine Dinge aufgefallen, die ich im ersten Augenblick merkwürdig empfand:

 

Japanische Merkwürdigkeiten

 

20 Japanische Merkwürdigkeiten:

 

  1. Das Datum wird hier in der Reihenfolge Jahr – Monat – Tag angegeben.
  2. Öffentliches Naseputzen wird als eklig angesehen …
  3. … ultra lautes, ausgiebiges Schlürfen ist aber völlig normal!
  4. Die japanischen Aufzugtüren sind die leisesten, die ich je erlebt habe.
  5. Vor jeder Baustelle steht mindestens ein Arbeiter, der den Verkehr regelt und auf die Sicherheit der Fußgänger aufpasst.
  6. Hotelangestellte sind so aufmerksam, dass sie mir meinen Joghurt, der bei meinem Gepäck dabei war, in den Kühlschrank meines Zimmers stellten!
  7. An der Supermarktkasse legen die Verkäuferinnen die Einkäufe nach dem Bezahlen in einen Korb. Damit geht man zur Anrichte hinter der Kasse, um die Einkäufe in den Rucksack zu packen und niemanden an der Kasse aufzuhalten.
  8. Wenn Schaffner den Wagon verlassen, drehen sie sich zu den Fahrgästen um und verbeugen sich. Jedes. Einzelne. Mal.
  9. Ich habe sowohl Hotelangestellte, als auch Bauarbeiter rennen sehen, damit sie pünktlich mit ihrer Arbeit fertig werden.
  10. Man kann seine Uhr nach japanischen Zügen stellen.
  11. Die Fischtheke im Supermarkt ist doppelt so groß, wie die Fleischtheke.
  12. Japaner haben einen Fimmel für optisch extrem perfektes Obst, das extrem teuer ist und teilweise nach nichts schmeckt.
  13. Melonen bringen Glück und der Erdbeerhype ist allgegenwärtig.
  14. Es gibt tatsächlich kaum Mülleimer. (Der Grund: Müllentsorgung ist für Privatpersonen kostenpflichtig. Die Regierung möchte mit den wenigen Mülleimern vermeiden, dass ihre Bürger dort ihren Müll entsorgen!)
  15. Japan ist so sauber wie Singapur und manche Büroangestellte räumen sogar morgens vor der Arbeit den Müll um ihr Bürogebäude weg.
  16. Es gibt in der Drogerie tausende Dusch- und Reinigungsgele, aber keine Bodylotion.
  17. Viele Japaner tragen einen Mundschutz gegen Erkältung, Pollen und Luftverschmutzung! (Die Luft ist meiner Meinung nach aber absolut fein)
  18. Japanisches Leitungswasser kann ohne Bedenken getrunken werden, außer es steht ein spezielles „No Drinking Water“ Schild dabei!
  19. Fast jedes Restaurant hat Plastikgerichte in der Auslage.
  20. Selbst Bahnhofstoiletten sind makellos sauber, haben eine beheizte Brille, Deosprays gegen den Geruch und beruhigende Soundeffekte, wenn man sich beim Pinkeln scheut!

 

Japanische Merkwürdigkeiten

 

So merkwürdig mir diese Dinge vor zwei Wochen noch erschienen – man gewöhnt sich überraschend schnell an die neue Kultur!

Ich möchte nie wieder auf kalter Brille mein Geschäft verrichten!

 

10 AMERIKANISCHE MERKWÜRDIGKEITEN

 

Welche Japanischen Merkwürdigkeiten sind euch hier aufgefallen?

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15 Comments

  • Oooh ja XD

    – Die Japaner essen anscheinend sehr wenig Obst und Gemüse.
    – Sie nehmen ihre Jobs sehr ernst, führen ihn ernst aus, schauen ernst und haben eine gute Körperhaltung. Die Uniformen passen dabei immer perfekt und sind klassisch geschnitten. Die Farben sind teilweise etwas grell, aber das hebt sie von den Businessleuten ab. Fliegt man nach Hause und sieht deutsche Taxieinweiser und Straßenputzer, dann fällt sofort die schlaffe Körperhaltung, die unpassende Größe, der schlechte Schnitt und die zurückhaltende Farbe der Arbeitsuniform auf.
    – Der Kleidungsstil in Japan ist allegemein sehr schick, meistens klassisch. Aber sogar die Hipster in Harajuku sehen sehr geschniegelt aus.
    – Auf die Optik von Gebäck wird viel Wert gelegt. Dagegen wirken unsere Bäckereiprodukte (abgesehen von Brot, das bewahrt bei uns tatsächlich Haltung) hingeschlunzt aus.
    – es wird nicht gebummelt und nicht plötzlich angehalten beim Laufen.
    – Niemand steht ungünstig im Weg, nie.
    – Niemand belästigt andere mit starken Parfümgerüchen. Ich habe eine Allergie gegen Parfümstoffe, mir fällt sowas sofort auf.
    – Drogerien sehen total chaotisch und explodiert aus. Sie sind zwar ordentlich, aber überall haften Reizüberflutungen und tausend Schilder

    Schlimm fand ich die vielen Verpackungen. Nicht nur dass jede Paprika in Einzelhaft in einer Plastiktüte steckt, man bekommt sie fast nicht gekauft, ohne sie nochmals in Plastik verpacken zu lassen. Ich habe ein Spielzeugauto gekauft… Natürlich musste ich es in einer Plastiktüte aus dem Laden schaffen. Das habe ich dann geöffnet. Erst die Plastikeinschweißung abmachen, dann die Pappverpackung aufmachen, dann die Plastiktüte darin öffnen und dann hatte ich endlich das Auto in der Hand. 4 Verpackungen für ein Modellauto! Und das war eines dieser Kleinen 7 cm Dinger °XD

    Ich bin gestern zurück geflogen, aber ich vermisse bereits:
    – Zielorientiertes Laufen ohne bummeln und stehen bleiben; pünktliche Züge; Leise sein; Getränkeautomaten überall; TEE! Ich liebe diesen Fertiggrüntee. Hab den davor schon ab und an im Asialaden gekauft und nordürftig selbst gemacht, aber die letzten 3 Wochen habe ich quasi nichts anderes getrunken; Süße Dinge mit Gesichtern; seriös rosa tragen dürfen.

  • Flieg nochmal im Winter nach Japan…danach wirst du wirklich nie wieder ohne beheizte Klobrillen leben wollen :D
    Mich hat das beim ersten mal dort total begeistert.

    Das letzte mal als ich da war würde öffentlich auf den Straßen kaum geraucht. Es gab spezielle Raucherzonen…und alle haben sich daran gehalten. Ein Traum für Nichtraucher.

    • Raucherzonen gab es, die waren immer gut besucht! Aber schockiert hat mich das Ramen Restaurant, als eine Frau neben mir geraucht hat :D mittlerweile völlig ungewohnt!

  • Danke für deine Einschätzung! Einiges hab ich schon gehört ^^
    1 – Das System ist sehr viel praktischer beim Sortieren von Terminen :)
    2 – Damit werde ich als Allergiker echt Spaß haben… Hochziehen geht nicht immer.
    7 – Sinnvoll, sollte man hier auch einrichten
    14 – Wohin mit der Apfelkitsche wenn man unterwegs ist?

  • Edit: ich glaube, viele gewöhnen sich schnell daran und freuen sich über die Merkwürdigkeiten, weil es eine recht achtsame Kultur ist. Gerade was das Zwischenmenschliche angeht. Aber manchmal ein bisschen zu zwanghaft-freundlich.

  • es gibt tausende von „Merkwürdigkeiten“, die sehr oft im Shiontismus begründet sind. So verbeugt sich der Schaffner nicht vor den Fahrgästen, sondern vor dem Zug. Weil auch Gegenstände im Shiontismus ein Wesen haben und jenes gepflegt werden sollte. Er bedankt sich wohl für die Sicherheit, mit dem er und ihr alle gefahren seid.

    Furzen ist übrigens auch ganz normal, aber wird von der jüngeren Generation verpönt. Zudem haben hier Männer einfach mehr Freiraum, was sie tun dürfen (auch junge Mädchen begrabschen); Frauen sollen lieber niedlich aussehen und still sein. (Hello Kitty ist ja auch ein Mädchen. Ohne Mund)
    Andere Körperäußerungen sind aber mit extremen Tabus belegt. Menstruation, Kacken, Urinieren, Schnäuzen. Für mich persönlich der Horror, wenn es nicht thematisiert werden darf.
    Dafür ist das, was wir als eklig oder unpassend empfinden, relativ normal – furzen, Nase hochziehen und auf die Straße spucken.

    Aufpassen bei Stäbchen-Essen, nicht die Stäbchen in den Reis stecken (heißt: ich schlafe mit deiner Frau)
    Plastikgerichte in der Auslage – oft auch echte Speise, mit Salz haltbar gemacht… dient dazu, dass viele die Sprache (die ja selber extrem viele Zeichen hat) nicht so gut können und sich mit dem Bestellen schwer tun oder auch im Stress lieber auf eine Speise tippen, damit die gekocht wird.

    Müll ist Privatsache, weil nicht jeder wissen sollte, was du isst- es muss ja dann wieder raus und Kacken, hatten wir ja schon, ist nicht so angesehen.
    Und fürs Büro leben ist recht normal – es gibt schon einen eigenen japanischen Begriff dafür, an Workoholics zu sterben oder deswegen Selbstmord zu begehen. Japanische Bürgerinnen haben auch wenig Urlaubstage. Und es hat dann wieder auch Verbindungen zum Shiontismus, weil das Gebäude ja auch „lebt“.

    Auch sagt der Shiontismus, dass die Kleidung von dir immer dich einspeichern wird – deshalb finden sehr viele SecondHand eklig, weil dein Geist noch innewohnt. Bzw wollen sie nur Second Hand Kleidung von anständigen Menschen.

    Obst wird meistens importiert… was hast du gegessen?

    Nummer 7 finde ich richtig sympathisch, weiß nicht welches Land das war, aber irgendwo gibt es Menschen, die dir das Gekaufte einpacken, damit du in Ruhe mit dem Gelbörsl rumtun kannst.

    Hast du Bahn-Schieber auch gesehen? Also Menschen, die mit so riesigen Schaufeln die Menschen in die Waggons drücken, damit die Türe zugeht?

    Das ist nun alles, was ich von Berichten und Büchern kenne – jedoch ist selbst dort die Gesellschaft im Wandel, zum Glück (v.a. was Recyclen angeht). Die jüngere Generation ist schon weit mehr offener oder aufgeklärter.
    Für mitteleuropäische Menschen wird Japan allerdings immer etwas absurd bleiben, da hilft auch die größte Vertiefung in den Shiontismus nichts…

    • Danke für die Info, sehr interessant ;) Als Obst habe ich Äpfel und Bananen gegessen! Die Bahn Schieber habe ich nicht gesehen, aber einmal eine Tokyo Ubahn zur Rush Hour erlebt O_O
      Du solltest unbedingt nach Japan reisen!

  • Die Japaner tragen den Mundschutz nicht um sich selbst zu schützen (vor Luftverschmutzung oder Pollen), sondern um andere zu schützen, nämlich wenn sie selbst krank oder erkältet sind, damit sie niemanden anstecken. Das ist die typisch japanische Rücksichtnahme :-)

  • „Es gibt in der Drogerie tausende Dusch- und Reinigungsgele, aber keine Bodylotion.“
    Ich weiß ja nicht, wo du warst, aber in jeder Drogerie, in der ich mich herumtreibe, gibt es Bodylotion. Nicht unbedingt riesige Dinger wie bei uns, aber es gibt sie.

  • Ich kenne jetzt keine weiteren japanischen Merkwürdigkeiten, bin mir aber sicher, dass die Japaner im Gegenzug etliche deutsche Merkwürdigkeiten kennen ;-)

    Allerdings kann ich den Erdbeer-Hype verstehen ;-) Schmecken ja nicht nur lecker, die Früchtchen, sind auch noch Blutzuckerspiegelsenkend *gg* Ja, ich muss mich damit auseinandersetzen, deswegen vergeht bei mir auch kein Tag ohne Erdbeeren ;-)

    Was die Klobrille angeht, wir haben eine aus Bambus, also keine beheizte, aber auch das Teil ist schon Gold wert, ist nämlich auch nicht so klinisch bah kühl, sondern hautfreundlicher und eben nicht kalt :)

    Liebste Grüße
    Bine

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